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Ökumenisches Heiligenlexikon

Gordianus


Der Jüngling Gordianus wurde nach der Legende unter Kaiser Julian Apostata auf Befehl des Statthalters Apronianus in Rom enthauptet, nachdem seine ganze Familie getauft worden war. Sein Leib, den Hunden vorgeworfen, blieb aber bis zur Bestattung unversehrt und wurde zusammen mit den Überresten des Epimachus, die von Alexandria nach Rom gebracht worden seien, in den Katakomben des Gordianus und Epimachus an der Via Latina beigesetzt.

Die Verehrung von Gordianus ist erstmals im Martyrologium des Hieronymus nachgewiesen. Aus dem 5./6. Jahrhundert stammt eine Grabinschrift. In der über dem Grab erbauten, Epimachus geweihten Kirche lagen Gordianus' Gebeine nach dem Zeugnis der Pilgerführer des 6. Jahrhunderts unter dem Hauptaltar. Reliquien beider Heiliger wurden nach verbreiteter Überlieferung um 770 durch Königin Hildegard ins Benediktinerkloster in Kempten gebracht. um 820 überführte Papst Paschalis I. Reliquien in die Kirche S. Prassede. Die vom 9. bis 12. Jahrhundert in den Katakomben von Marcellinus und Petrus gezeigten Reliquien waren Fälschungen.

Gordianus und Epimachus werden auch in Preneste - dem heutigen Palestrina -, Angoulême, Limoges und Montpellier verehrt.

Attribute: Ritter mit Schwert
Patron von Kempten im Allgäu
Bauernregeln: Gordian / man nicht trauen kann.
Florian und Gordian / richten oft noch Schaden an.

Catholic Encyclopedia



Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 28.10.2014
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• http://www.bauernregeln.net/mai.html
• http://it.wikipedia.org/wiki/Catacombe_dei_Santi_Marcellino_e_Pietro
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 4. Herder, Freiburg im Breisgau 1995