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Bernhard Christoph Francke: Portrait, um 1700, im Herzog-Anton-Ulrich-Museum in
Braunschweig
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Gottfried Wilhelm Leibniz war Mathematiker, Rechtsgelehrter, Politiker,
Theologe, Geschichts- und Sprachforscher. Mit fast allen Gelehrten Europas stand
er in regem Briefkontakt. 1676 wurde er Bibliothekar des Herzogs von Hannover,
später Hofgeschichtsschreiber. Er regte die Gründung von Akademien der
Wissenschaften an, 1700 wurde eine solche in Berlin,
1711 in (St.)
Petersburg gegründet. Leibniz wurde eines der ersten ausländischen
Mitglieder der französischen Akademie der Wissenschaften und 1709 zum Freiherrn
ernannt.
1673 stellte Leibniz eine von ihm entworfene mechanische Rechenmaschine vor, die die Multiplikation durch fortgesetzte Addition und die Division durch fortgesetzte Subtraktion ermöglichte; eine verschiebbare Walze sorgte dabei für die stellengenaue Addition bzw. Subtraktion der einzelnen Teilprodukte.
Als Philosoph begründete Leibniz ein rationalistisch-idealistisches Weltbild,
das die mechanistische Erklärung der Natur durch Descartes mit dem christlichen
Glauben zu versöhnen suchte. Statt der toten Atome sieht er als Basis allen
Seins Monaden
, deren Lebensgrund die unendliche Zentralmonade der Welt
, Gott,
bildet. Gott sorgt demnach für eine von vornherein angelegte Harmonie zur
Steuerung der Vorgänge in Natur und Geschichte. Aus der Erkenntnis, dass die
Welt um uns die vollkommenste aller denkbaren ist, folgt die Rechtfertigung
Gottes - Leibniz prägte für diese Frage, warum Gott nicht alle Übel in der Welt
beseitige, den Begriff Theodizee
. Gott herrscht als Gütiger und Mächtiger
trotz des Schlimmen in der Welt. Leibnitz Welt- und Gottesbild war geprägt von
einer lebens- und weltbejahenden Zuversicht.
Eine
schöne informative englischsprachige Seite
über Leibniz hat die School of Mathematics and Statistics der University of
St. Andrews in Schottland
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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