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Heirich war der älteste von sieben Geschwister, von denen drei schon in jungen Jahren starben. Sein Vater war Diplomingenieur im Maschinenbau. 1902 zog die Famillie nach Gelsenkirchen, 1906 nach Unna, wo Heinrich König 1918 sein Kriegsabitur ablegte. Sein Studium der Theologie absolvierte er in Paderborn, Münster und München. In dieser Zeit war er Mitglied in der katholischen Studentenverbindung Hochland. Noch vor seiner Diakonatsweihe schloss er sich dem apostolischen Priesterbund der Schönstattbewegung an und lernte dort Josef Kentenich kennen. 1924 wurde Heinrich in Paderborn zum Priester geweiht.
Zur Gründung einer neuen Gemeinde wurde König 1924 nach Hagen gesandt, 1935 in die Pfarrgemeinde St. Augustinus in Gelsenkirchen versetzt, bald darauf zum Präses der Kolpingfamilien in Alt-Gelsenkirchen ernannt; dabei engagierte er sich weiter in der Schönstätt-Bewegung, führte eine Erwachsenen- und die Gelsenkirchener Priester-Gruppe.
Auf Grund von Denunziation wurde Heinrich König am 30. September 1941 von der Geheimen Staatspolizei verhaftet und im Gelsenkirchener Polizeigefängnis inhaftiert. Von dort wurde er ins KZ Dachau verbracht, wo er am 5. Dezember 1941 eintraf. Bereits am 15. Dezember wurde er in der Chirurgie des Lagers einer Übungsoperation unterzogen, die ein in Ausbildung befindlicher SS-Arzt vornahm; die Genesung war von starkem Fieber begleitet; erst Mitte März 1942 kam Heinrich König dann in den Priesterblock des Lagers.
Am 27. Mai 1942 wurde der Reichsprotektor Heydrich (der Schlächter von Prag
)
in Prag
durch ein Attentat tödlich verletzt; er starb an der Sepsis, die durch
Blutvergiftung aus den Verletzungen heraus entstand. Um diese Todesursache zu
bestätigen, wurden in Dachau
Sepsisversuche an gesunden Menschen gemacht. Weil Heinrich König einen dem von
Heydrich ähnlichen Körperbau hatte, wurde ihm am 15. Juni eine vergiftende
Injektion gegeben, er brach zusammen, aber die erbetene Aufnahme ins
Krankenrevier wurde ihm zunächst verwehrt, auch nach der Aufnahme wurde er nicht
behandelt, schließlich starb er an der durch den Versuch hervorgerufenen
Infektion.
Königs Urne wurde 1989 in die Propsteikirche St. Augustinus in Gelsenkirchen überführt, der neben der Kirche befindliche Platz und die dazu gehörige U-Bahn-Station sind nach ihm benannt.
Kanonisation:
Das Gesuch um ein Seligsprechungsverfahren wurde Ende 2004 beim Bischof von
Essen eingereicht.
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Die
Web-Seiten des
Freundeskreises Heinrich König
informieren über sein Schicksal und die
Schritte zur Erreichung der Seligsprechung.
Freundeskreis Heinrich König, E-Mail vom 24. Mai 2006