Gedenktag katholisch: 15. Mai
Name bedeutet: der reiche Schützer (althochdt.)
Heinrich war nach der Legende Graf von Abensberg-Riedenburg. Er ließ sich, von einer Wallfahrt nach Jerusalem zurückgekehrt, als Einsiedler bei Ebrantshausen nieder, arbeitete als Hirte und sprach die ganzen 40 Jahre lang bis zu seinem Tod kein Wort.
Nach seinem Tod haben die Leute demnach seine wahre Herkunft erkannt und wollten ihn zur Bestattung in seine Heimat überführen; die Ochsen des Gespanns blieben aber vor der Ebrantshauser Kirche stehen, worauf er dort bestattet wurde. Tatsächlich wurden Heinrichs Gebeine 1689 erhoben und in der nach ihm benannten Kapelle in Ebrantshausen aufbewahrt, die bis heute Ziel von Wallfahrten ist.
Am 6. Sonntag nach Ostern wird in Ebrantshausen
eine Prozession zu Ehren von Heinrich veranstaltet und es werden Heinrichszeltl
ausgeteilt: kleine Brote mit Kreuzzeichen, die bei Mensch und Tier heilkräftig
wirken sollen. In der Kirche hängen Glöckchen, die von Ohrenleidenden mit der
Hoffnung auf Heilung an ihrem Ohr geläutet werden; Hintergrund ist die Heilung
eines Jungen, der 1776 nach einer Ohrfeige taub, aber durch das Gebet zu
Heinrich geheilt wurde.
Attribute:
als Pilger, mit Glöckchen oder Eisenring
Patron
gegen Taubheit, Ohrenleiden und Viehkrankheiten
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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