Ökumenisches Heiligenlexikon

Herculanus von Perugia

Gedenktag katholisch: 7. November
     Übertragung der Gebeine: 1. März
Name bedeutet: aus Herculaneum (der von Herkules erbauten,
im Jahr 79 vom Vesuv verschütteten Stadt)
stammend (latein.)
Bischof von Perugia, Märtyrer
† um 548 in Perugia

Herculanus war zuerst Mönch, wurde dann Priester und schließlich Bischof von Perugia. Berichtet wird, dass sein Gebet ein totes Kind wieder zum Leben gebracht habe. Unter Ostgotenkönig Totila erlitt er das Martyrium. Der Überlieferung nach wurde er skalpiert, enthauptet und der Körper über die Stadtmauer geworfen. Nach 40 Tagen wurde demnach das Grab geöffnet: sein Kopf war wieder fest mit dem Körper verbunden.

Manche Forscher vertreten die These, es habe schon vor diesem Herculanus einen anderen gegeben als Bischof von Perugia in der Zeit von etwa 290 bis 310.

Herculanus wurde zunächst in der damaligen Kathedrale, der heutigen Kirche S. Pietro beigesetzt, später in die zur neuen Kathedrale ernannten Stephanskirche überführt, dann in die 1326 ihm geweihte neu erbaute Kirche S. Ercolano, wo seine Gebeine seitdem ruhen. Auch die zwischen 1345 und 1490 errichtete Kathedrale ist neben Laurentius ihm geweiht.

Patron Perugia

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon





Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon ..., 2. Band: E-H. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1861
• http://en.wikipedia.org/wiki/Perugia_Cathedral
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. XII, Herzberg 1997


W3C