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unbekannte Meister: Goldschrein für Heribert (Detail), 1176 - 1180, in der
Heribert-Kirche in Köln-Deutz 
Heribert war der Sohn eines Hugo, vermutlich ein Adliger, möglicherweise Graf
von Worms.
Er wurde an der Domschule in Worms und im Kloster Gorze
bei Metz ausgebildet und dann zum Dompropst in Worms und zum Mitglied der
königlichen Kapelle ernannt, 995 wurde er zum Priester geweiht. Unter dem
nachmaligen Kaiser Otto III. wurde er ab 994 Kanzler für Italien, ab 998 auch
für Deutschland. Heribert war einer der wichtigsten Mitsreiter Ottos bei der
Verwirklichung der Renovatio
des Heiligen Römischen Reiches.
999 wurde Heribert, während er auch am zweiten Italienfeldzug Ottos teilnahm,
zum Erzbischof von Köln
gewählt. Kaiser Otto III. überreichte ihm den Stab des Petrus
und die Kölner Regalien
, die Hoheitsrechte samt Grundbesitz. Von Papst
Silvester II. erhielt Heribert in Benevent
die Bestätigungsurkunde; er ritt über die Alpen zurück, schickte Pallium
und bischöfliche Insignien voraus und betrat Köln barfuß. Er trat hervor als
Verwalter und Organisatorn und kümmerte sich besonders um die Armenfürsorge.
Die beiden Kanzlerämter des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation behielt Heribert auch als Erzbischof. Dass er mit Otto III. der angeblichen Gruftöffnung Karls des Großen in Aachen beiwohnte und auch beim Tod Ottos im Januar 1002 am Monte Soratte anwesend war und dessen sterbliche Überreste samt den Reichsinsignien unter schweren Kämpfen von Italien nach Aachen zur Beisetzung neben Karl dem Großen brachte, erzählt die Lebensgeschichte des Rupert von Deutz. Nach der Rückkehr nach Köln gründete Heribert, wie mit Otto III. vereinbart, 1003 eine Abtei in Deutz, in der er für die Befolgung der Reformen von GorzeDie Reformen von Gorze gingen im 10. Jahrhundert aus vom Benediktinerkloster Gorze in Lothringen. Sie standen im Gegensatz zur den Reformen von Cluny; ihr Ziel war ein Mönchtum unter weltlicher Herrschaft, befreit von der Einflussnahme des Papstes. Die Reformen von Gorze kamen v.a. in Lothringen zum Tragen; entsprechende Reformen in Deutschland gingen aus vom reformierten Kloster St. Maximin in Trier. sorgte.
Das Verhältnis zu Ottos Nachfolger, Kaiser Heinrich II., bei dem Heribert verleumdet worden war, blieb lange Zeit von Spannungen geprägt; nach Heinrichs Wahl legte Heribert das Kanzleramt nieder. Die Überlieferung schildert, wie Heinrich zornig nach Köln reiste, aber durch einen Traum eines Besseren belehrt wurde und Heribert um Verzeihung bat. Trotz des angespannten Verhältnisses begleitete er Heinrich II. 1004 auf dessen Feldzug nach Rom.
Auch die Stiftung des Bistums Bamberg durch Heinrich II. im Jahre 1007 wurde von Heribert gefördert.
Legenden erzählen, wie Maria ihm und seinem Freund == Pilgrim im Traum erschien und Heribert anwies, die Abtei Deutz zu gründen. Da die Bauleute kein geeignetes Holz für ein Kreuz fanden, ließ Heribert sich in seinem Obstgarten zum Mittagsmahl decken, schaute in einem Birnbaum eine Kreuzform und ließ den Baum fällen. Bei einer Bittprozession um Regen von St. Severin nach St. Pantaleon in Köln sahen die Beteiligten eine Taube um Heribert kreisen; nach der Messe regnete es. Bei einer Predigt am Palmsonntag hörte Heribert einen Besessenen schreien, betete für ihn und heilte den Herangebrachten.
Die Erhebung der Gebeine fand am 30. August 1147 statt, ihre Übertragung in den Schrein in der nach ihm benannten Kirche zwischen 1170 und 1180.
Kanonisation:
Die Kanonisation erfolgte 1147
Patron
von Deutz; für Regen
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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