Gedenktag katholisch: 17. April
Name bedeutet: der Heeresmann (althochdt.)
Hermann wurde von Dominikus
selbst in den neuen Dominikanerorden
aufgenommen und gründete 1217 in Friesach
in Kärnten das erste Kloster dieses Ordens im deutschen Sprachraum. Friesach gehörte
zum Herrschaftsbereich des Erzbischofs von Salzburg
und war damals die bedeutendste Stadt im innerösterreichischen Raum mit eigenem
Münzrecht und Zentrum von Ordensgründungen; 1224 fand hier ein großes Fürsten-
und Bischofstreffen mit einem Turnier unter Beteiligung von 600 Rittern statt.
Die Dominikaner übernahmen die von den Zisterziensern
errichtet, 1174 geweihte Kirche im Sack
; nach einem Heilig-Blut-Wunder
während der Pfingstmesse trägt sie nun
dessen Namen.
1258 verlegten die Dominikaner das Kloster in die heutige Neumarkter Vorstadt. Nachdem sie Anfang des 19. Jahrhunderts das Kloster aufgegeben hatten, betrieben Dominikanerinnen ab 1857 eine Mädchenschule im Kloster. 1890 übersiedelten sie in ein eigenes Gebäude, weil das Kloster von den Dominikanern wiederbesiedelt wurde; im Jahr 2009 war aber nur noch ein Pater - zugleich Prior - anwesend.
Hermann wirkte später in Schlesien.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon