Ökumenisches Heiligenlexikon

Hermenegild (Ermengild), der Gothe

Gedenktag katholisch: 13. April
     n.g. Gedenktag in Spanien
Gedenktag orthodox: 1. November
Gedenktag armenisch: 29. März
Name bedeutet: der Heermann der Vergeltung (althochdt.)
Königsohn, Märtyrer
* in Spanien
† 13. April 585 in Tarragona in Spanien
Kartenskizze

Francisco de Herrera der Jüngere: Triumph des Hermenegild, 1654, im Museo del Prado in Madrid

Francisco de Herrera der Jüngere: Triumph des Hermenegild, 1654, im Museo del Prado in Madrid   

Hermenegild war der Sohn des Westgotenkönigs Leovigild. 570 wurde er mit Ingundis, der Tochter Sigiberts I. von Austrasien, vermählt. Durch sie und Bischof Leander von Sevilla bewogen, entsagte er dem Arianismus. Sein darüber empörter Vater ließ ihn 584 in Sevilla gefangen nehmen, ein Jahr lang in Valencia gefangen halten und ob seiner Unbeugsamkeit 585 in Tarragona enthaupten als er sich weigerte, die Kommunion aus der Hand eines arianischen Bischofs zu empfangen.

Hermenegilds Grab ist in Sevilla.

Kanonisation: Hermenegilds Verehrung wurde vor allem durch die Jesuiten gefördert. Papst Sixtus V. machte 1586 sein Fest für ganz Spanien verbindlich.
Attribute: Beil

Catholic Encyclopedia





Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984



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