Ökumenisches Heiligenlexikon

Hilda von Whitby

Gedenktag katholisch: 17. November
     nicht gebotener Gedenktag in England
     Übertragung der Gebeine: 25. August
Gedenktag anglikanisch: 19. November
Name bedeutet: die Kämpferin (althochdt.)
Äbtissin in Streaneshalch
* 614 in Northumbrien in England
† 17. November 680 in Streaneshalch, heute Whitby in England
Kartenskizze

Hilda war eine Nichte des angelsächsischen Königs Edward. Sie trat mit 33 Jahren ins Beneditinerkloster Hartlepool ein und wurde 649 dessen Leiterin. 657 gründete sie das Doppelkloster Streaneshalch, das heutige Whitby. In diesem Kloster waren sowohl Männer als auch Frauen untergebracht, wobei die Quartiere aneinander grenzten. Es wurde zu einem der bedeutendsten religiösen Zentren Englands. Hilda legte Wert darauf, dass Nonnen und Mönche sich auch in den Wissenschaften fortbildeten. Mindestens fünf Bischöfe wurden hier ausgebildet, die SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. von Whitby hier abgehalten.

Eine Legende erklärt, warum man heute in Whitby viele Fossilien findet: zu Hildas Zeit sei die Gegend von Schlangen übersät gewesen, Hilda habe ihnen die Köpfe abgeschnitten und sie über die Klippen geworfen, wo man sie heute versteinert findet.

Ruinen der Kirche der Abtei in Whitby

Ruinen der Kirche der Abtei in Whitby

Beim Einfall der Dänen um 867 wurde die Abtei Whitby zerstört. Zwei Jahrhunderte später wurde ein neues Beneditinerkloster errichtet, das 1539 im Zuge der Reformation aufgelöst wurde.

Martyrologium Romanum Flori-Legium

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Catholic Encyclopedia

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon





Quellen:
• Microsoft Encarta 98 Enzyklopädie
• http://www.juniorgeo.co.uk/D_ammonite.html
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2000


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