Gedenktag katholisch: 17. November
nicht gebotener Gedenktag in England
Übertragung der Gebeine: 25. August
Gedenktag anglikanisch: 19. November
Name bedeutet: die Kämpferin (althochdt.)
Hilda war eine Nichte des angelsächsischen Königs Edward. Sie trat mit 33 Jahren ins Beneditinerkloster Hartlepool ein und wurde 649 dessen Leiterin. 657 gründete sie das Doppelkloster Streaneshalch, das heutige Whitby. In diesem Kloster waren sowohl Männer als auch Frauen untergebracht, wobei die Quartiere aneinander grenzten. Es wurde zu einem der bedeutendsten religiösen Zentren Englands. Hilda legte Wert darauf, dass Nonnen und Mönche sich auch in den Wissenschaften fortbildeten. Mindestens fünf Bischöfe wurden hier ausgebildet, die SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. von Whitby hier abgehalten.
Eine Legende erklärt, warum man heute in Whitby viele Fossilien findet: zu Hildas Zeit sei die Gegend von Schlangen übersät gewesen, Hilda habe ihnen die Köpfe abgeschnitten und sie über die Klippen geworfen, wo man sie heute versteinert findet.
Ruinen der Kirche der Abtei in Whitby
Beim Einfall der Dänen um 867 wurde die Abtei Whitby zerstört. Zwei Jahrhunderte später wurde ein neues Beneditinerkloster errichtet, das 1539 im Zuge der Reformation aufgelöst wurde.
Martyrologium Romanum Flori-Legium
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon