Ökumenisches Heiligenlexikon

Hugo von Bonnevaux

Gedenktag katholisch: 1. April
     nicht gebotener Gedenktag im Zisterzienserorden
Name bedeutet: der Denker (althochdt.)
Abt in Léoncel und Bonnevaux
* um 1120 in Châteauneuf-sur-Isère bei Valence in Frankreich
† um 1194 in Bonnevaux, dem heutigen Ortsteil von Villeneuve-de-Marc bei Vienne in Frankreich
Kartenskizze

Hugo aus dem Geschlecht der Herren von Châteauneuf, ein Großneffe von Hugo von Grenoble, studierte in Lyon und war 1138 Novize im Zisterzienserkloster Miroir. Er wurde Mönch und 1162 Abt im Kloster Léoncel, dann 1166 in Bonnevaux - heute ein Ortsteil von Villeneuve-de-Marc. 1173 gründete er das Kloster Ulmet-Sauveréal bei Arles, 1184 Valbenoite bei Lyon, 1188 Valcroissant bei Die. Als Vermittler zwischen Kaiser Barbarossa und Papst Alexander III. führte er 1177 Verhandlungen, die zum Frieden von Venedig führten, trug er zur Beendigung des Schismas unter den Päpsten 1180 bei und vermittelte 1184 den Vertrag von Aix - dem heutigen Aix-les-Bains - zwischen dem Bischof und dem Grafen von Genf zur Friedensstiftung in Savoyen. Er wirkte als kontemplativer Denker, Wundertäter, Prediger und Freund der Armen.

Kanonisation: Der Kult wurde 1903 Papst Pius X. approbiert.

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Quellen:

• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2000


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