Gedenktag katholisch: 3. November
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Basel und St. Gallen
Name bedeutet: die Seherin (althochdt.)
Bild in der Ida-Kapelle der Klosterkirche
in Fischingen 
Ida heiratete der Überlieferung zufolge mit 19 Jahren Diethelf IV. von Toggenburg und nach dessen Tod um 1160 dessen Nachfolger Gottfried von Märstetten. Der bezichtigte sie - wie die Legende erzählt - des Ehebruchs, weil ein Rabe ihren Ehering gestohlen hatte; er stieß sie demnach von seiner Burg - dem heutigen St. Iddaburg - in den Abgrund. Doch die zu Unrecht beschuldigte blieb unversehrt und lebte von nun an als fromme Einsiedlerin in einer Höhle, später in einer Klause bei Au, schließlich als Inklusin beim Benediktinerinnenkloster Fischingen. Ein Hirsch mit zwölf Lichtern im Geweih soll ihr beim Gang zur Mitternachtsmesse stets den Weg geleuchtet haben.
Am 3. November - daher der Gedenktag - soll sie von ihrem Sohn nördlich der
damaligen Klosterkirche beigesetzt worden sein. Die Verehrung ist schon vor 1410
nachweisbar. Die Legende verfasste 1481 der Humanist Albrecht von Bonstetten im
Kloster in Einsiedeln
im Auftrag des Abtes des Klosters in Fischingen.
Bald nach ihrem Tod wurde über dem Grab in Fischingen eine Kapelle errichtet,
Ida wurde als Heilige verehrt, 1496 ein Kenotaph errichtet. Der Neubau der
Klosterkirche führte 1704 zum Abbruch der alten Kapelle und zu einem
architektonisch reich gegliederten Neubau. Das Kloster wurde 1848 aufgehoben,
aber 1977 wiederhergestellt als Männerkloster Unserer
Lieben Frau bei der heiligen Idda
.
Bild am linken Seitenaltar in der Sebastianskirche in Oberkirchberg

Kanonisation:
Idas Verehrung wurde 1724 vom Papst anerkannt.
Patronin
für das Wiederfinden von entlaufenem Vieh
Über
St.
Iddaburg, den Wallfahrtsort zur
heiligen Idda - Einst und Jetzt
informiert das Buch
von Pfarrer Anton Restle, weiland Wallfahrtspriester.
Buchmalerei: älteste Darstellung der Ida, auf dem Kirchgang mit dem Lichter tragenden Hirsch,
in der Stadtbibliothek in Winterthur
