Ökumenisches Heiligenlexikon

Ida von Boulogne
auch: von Ardenne-Verdun

Gedenktag katholisch: 13. April
Name bedeutet: die Seherin (althochdt.)
Stifterin
* um 1040 in Bouillon in Belgien
† 13. April 1113
Kartenskizze Kartenskizze

Ida war verheiratet mit Eustach II. und die Mutter von Balduin I., dem späteren König von Jerusalem. Sie verschenkte nach dem Tod ihres Mannes ihren Besitz an Klöster, vor allem an das Kloster St-Vulmer in Boulogne - dem heutigen Boulogne-sur-Mer -, an die Benediktinerabtei St. Vaast in Arras und an La Capelle, für das sie Reliquien der Maria aus Spanien holen ließ. Sie stand in Briefwechsel mit Anselm von Canterbury und Hugo von Cluny und reformierte die Klöster im Sinne der Reformen von ClunyDie Reformen von Cluny gingen im 10. Jahrhundert aus vom Benediktinerkloster Cluny in Burgund. Ziel war die strenge Beachtung der Benediktinerregel und Vertiefung der Frömmigkeit des einzelnen Mönches sowie eine neue Gewissenhaftigkeit bei der Feier des täglichen Gottesdienstes. Die Klosterwirtschaft sollte selbständig zum Erhalt des Klosters dienen können und die Klöster aus dem Herrschaftsanspruch der weltlichen Herren aber auch der Bischöfe herausgenommen und direkt dem Schutz des Papstes unterstellt werden..

Ida wurde in Arras beigesetzt, 1808 wurden ihre Reliquien nach Bayeux gebracht.

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon


Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996
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