Ökumenisches Heiligenlexikon

Ignatius von Santhià
Taufname: Laurentius Mauritius Belvisotti
italienisch: Lorenzo Maurizio Belvisotti

Gedenktag katholisch: 22. September
gebotener Gedenktag im Kapuzinerorden

Name bedeutet: der Feurige (latein.)

Ordensmann, Priester, Mystiker
* 5. Juni 1686 in Santhià in Italien
† 22. September 1770 in Turin in Italien

Kartenskizze

Bild des Vatikan zur Heiligsprechung, 2002

Bild des Vatikan zur Heiligsprechung, 2002

Maurizio Belvisotti wurde 1710 zum WeltpriesterWeltpriester - oder auch Diözesanpriester - sind in der römisch-katholischen Kirche alle Priester, die keinem Orden angehören. geweiht. Nach erfolgreichem priesterlichen Wirken bot man ihm verantwortliche Positionen in der Diözese Vercelli an, er schloss sich aber den Kapuzinern in Turin mit dem Ordensnamen Ignatius an. Nach seiner ersten Profess kam er als Sakristan nach Saluzzo und im selben Amt wieder nach Turin. Von 1731 bis 1744 wirkte er als Novizenmeister in Mondovi. Ein Augenleiden beendeten diesen Dienst. Nachdem er wieder genesen war, wurde er Militärpfarrer der Streitkräfte des Königs von Piemont im Kampf gegen die Franzosen.

Ignatius gelang es, den Respekt beider verfeindeten Seiten zu gewinnen, nicht zuletzt aufgrund der medizinischen Hilfeleistung, die er organisierte. Nach dem Krieg kehrte er wieder zum Klosterleben auf dem Kapuzinerhügel in Turin zurück. Als Beichtvater und Spiritual der Laienbrüder entwickelte er eine große Liebe zu den Laienbrüdern und verrichtete selbst einfache Arbeiten, die traditionell für die Laienbrüder vorgesehen waren. Die Armen und Kranken der Stadt besuchte er hingebungsvoll; Tausende pilgerten auf den Kapuzinerhügel, um bei ihm zu beichten, sich von ihm segnen zu lassen oder ein tröstendes Wort zu hören.

Kanonisation: Papst Paul VI. sprach Ignatius 1966 selig, 2002 wurde er von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen.


Quellen:

• Bruder Paulus Terwitte vom Kapuzinerkloster in Dieburg, E-Mail vom 25. September 2008
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996
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