Gedenktag katholisch: 28. März
Name bedeutet: I: Glanz durch den germanischen Stammesgott Ingwio (althochdt.)
K.B.: nach Karl Borromäus
Karl Naab wurde 1906 Kapuziner mit dem
Ordensnamen Ingbert. Er studierte in Eichstätt
und 1910 zum Priester geweiht. Er wirkte als Seminardirektor in Regensburg
und als Guardian in Passau
und Eichstätt, war Präses der Marianischen Studenten-Kongregation
und
leitete er verschiedene Jugendzeitschriften. Die Liebe zur Kirche weiterzugeben
war ihm Herzensanliegen. Um die Rechte und Interessen der Kirche zu verteidigen,
warnte er schon 1923 vor dem Nationalsozialismus. Im Kreis um Therese
Neumann von Konnersreuth lernte er Fritz Gerlich kennen, in dessen
Zeitschrift Der gerade Weg
er vor der politischen Entwicklung warnte.
1932 schrieb Ingbert Naab einen offenen Brief an Adolf Hitler, den er mit tiefem Ernst
... an sein Gewissen und an Gott erinnern
wollte. Dieser Brief wurde in über 1000
Zeitungen über 20 Millionen Mal gedruckt: Ihre politische Tätigkeit hat eine
Seite, die zutiefst in das Gewissen hineingreift, in die Verantwortung vor Gott.
Ab 1933 war Naab Herausgeber der Zeitschrift Der gerade Weg
, bald darauf wurden
die Redaktionsräume gestürmt. Der Mitherausgeber Fritz Gerlich wurde bald schon verhaftet
und später in Dachau erschossen. Ingbert Naab flüchtete im Juni 1933 unter dem Namen
Peregrinus in die Schweiz, die Tschechoslowakei, nach Italien und schließlich ins Elsass.
Im Juni 1934 legte er der deutschen Bischofskonferenz die Denkschrift Der Kampf
Hitlers gegen die katholische Kirche
vor. In seinen letzten Lebensmonaten arbeitete
er als Lektor der Theologie mit pastoraltheologischen Vorlesungen in Königshofen -
dem heutigen Stadtteil Koenigshoffen in Straßburg.
1953 wurden Ingbert Naabs Gebeine nach Eichstätt übertragen und dort beigesetzt.
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