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Giovanni Scalvinoni war Sohn eines Bauern. Nach dem frühen Tod des Vaters
wurde er von Kapuzinern erzogen, studierte
Theologie in Brescia
und Bergamo
und wurde 1867 zum Priester geweiht. 1870 begann er seine Arbeit als Kaplan in
Berzo
Demo, 1874 trat er selbst dem Kapuzinerorden bei und erhielt den Ordensnamen Innozenz;
nach seiner Profess 1878 wirkte er als Vizemagister der Novizen. 1880 erhielt er den
Auftrag, bei der Zeitschrift der Kapuziner, den Franziskanische Annalen
in der
Redaktion in Mailand
mitzuarbeiten, dann wurde er zum Exerzitienmeister bestellt.
Trotz seiner Talente wirkte Innozenz oft unbeholfen, er musste manche Rüge über sich
ergehen lassen, besonders wenn er bei der Messfeier nicht rechtzeitig fertig wurde. Die
EucharistieEucharistie - von griechisch ευχαριστειν, "Dank sagen" - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi.
Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen die Mahlfeier im Anschluss an 1. Kor 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von "Abendmahl" im Anschluss an Mark 14, 17 und 1. Kor 11, 23., das Kreuz und die Armen hatten es ihm aber besonders angetan. Um länger in
der Kirche bleiben zu dürfen, staubte er die Kirchenbänke immer wieder ab. In der Bibiothek
des Klosters hatte er ein Guckloch entdeckt, das den Blick zum Tabernakel freigab; um
seine Mitbrüder zu täuschen, hatte er immer ein Buch bei der Hand zum Studieren, in
Wirklichkeit hielt er Zwiewache mit dem Herrn
im Tabernakel. Als Priester in den zum Kloster gehörenden Gehöften ließ er besonders
die Armen oft mit seinen eigenen Speisen verköstigen. In sein Tagebuch schrieb er: Mein
größter Wunsch ist es, allen untertan zu sein. ... Ich werde viel zu gut behandelt. Ich
würde etwas ganz anderes verdienen. Vor Gott bin ich ein großer Schuldner!
Als Innozenz erkrankte, wurde er in der Pflegestation in Bergamo aufgenommen.
Kanonisation:
1961 wurde Innozenz von Papst Johannes XXIII. selig gesprochen.
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