Ökumenisches Heiligenlexikon

Irmgard von Chiemsee
auch: Irmengard
auch: von Buchau

Gedenktag katholisch: 16. Juli
gebotener Gedenktag im Bistum München-Freising
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Passau, Rottenburg und Salzburg

Name bedeutet: die allumfassende Schützerin (althochdt.)

Äbtissin auf Frauenchiemsee
* nach 830
† 16. Juli 866 auf der Insel Frauenchiemsee in Bayern

Kartenskizze

Irmengard war eine Tochter von Kaiser Ludwig dem Deutschen und von Hemma. Als Pfründe gab ihr der Vater zusammen mit ihren Schwestern Hildegard und Berta das Benediktinerkloster Buchau zu eigen, wo sie 857 als Äbtissin bezeugt ist. Später wurde sie Äbtissin im Kloster Frauenchiemsee, wo sie rege Bautätigkeit entfaltete.

Die nach der Erhebung der Gebeine im Jahr 1004 gefertigte Bleitafel im Grab von Irmengard erzählt von der Verehrung als Heilige. Heute ziert ihre Ruhestätte eine mittelalterliche Grabplatte.

Kanonisation: Irmengards Kult wurde 1928 offiziell anerkannt.
Attribute: flammendes Herz, Glocke oder Glockenturm der Insel Frauenchiemsee
Patronin des Chiemgaus, für Erfüllung von Kinderwunsch

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon


Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• http://www.bautz.de/bbkl/i/Irmengard.shtml
• http://www.chiemgau-werbering.de/Sehenswuerdigkeiten/Chiemsee/fraueninsel.htm
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996
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