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Jacinta Marto (links), ihr Bruder Francisco
und ihre Kusine Lucia de Jesus,
aufgenommen von einem unbekannten Fotografen zur Zeit der Erscheinungen ![]()
Jacinta Marto war die jüngste der drei Kinder, denen 1917 das Geheimnis Unserer lieben Frauen von Fátima offenbart wurde.
Die Oberin eines Kinderheimes hat Aussagen von Jacinta berichtet: Der
Ungehorsam von Priestern und Ordensleuten gegen die eigenen Oberen und gegen den
Heiligen Vater missfällt dem Heiland sehr.
Die Priester sollten sich nur mit
den Angelegenheiten der Kirche und der Seelen beschäftigen.
Ihr eigenes
Schicksal hat sie verschiedentlich gegenüber ihrer Kusine Lucia
klar vorausgesagt; sie prophezeite auch den Tod eines Arztes, der sie behandelte.
Im Dezember 1918 erkrankte Jacinta zusammen mit ihrem Bruder Francisco
an der sogenannten Spanischen Grippe
, erholte sich jedoch wieder. Im Januar
1920 wurde sie nach Lissabon
ins Krankenhaus gebracht, um sie wegen einer eitrigen Rippenfellentzündung zu
operieren. Dort starb sie nach langer schmerzhafter Krankheit.
Im Februar 1920 wurde Jacintas Leichnam nach Vila Nova de Ourem überführt und dort in der Gruft einer adligen Familie beigesetzt. Im Laufe der Jahrzehnte bettete man die Gebeine der Seherin noch zweimal um, die letzte Ruhestätte fand sie zusammen mit ihrem Bruder Francisco 1951 in der neu errichteten Basilika von Fátima. Heute ist Fatima Wallfahrtsort für Millionen von Menschen, die teilweise auf blutenden Knien zum Zeichen der Buße kommen.
Basilika von Fátima, erbaut von 1928 bis 1953; davor die Herz-Jesu-Statue, errichtet über der Stelle, wo man 1921 die erste Quelle gefunden hatte, geweiht 1932
Patronin
der Kranken, Gefangenen, um ihres Glaubens willen Verfolgten
Kanonisation:
Jacinta wurde zusammen mit ihrem Bruder Francisco
im Mai 2000 von Papst Johannes Paul II. bei
seiner Wallfahrt nach Fátima
in Anwesenheit der 93-jährigen Lucia
selig gesprochen.
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