Ökumenisches Heiligenlexikon

Johanna-Antida Thouret
französischer Name: Jeanne-Antide

Gedenktag katholisch: 24. August
gebotener Gedenktag im Kanton Neuchâtel: 4. September
nicht gebotener Gedenktag im übrigen Bistum Lausanne-Genf-Fribourg: 4. September

Name bedeutet: J: Gott ist gnädig (hebr.)
A: die Frühere (latein.)

Ordensgründerin
* 27. November 1765 in Sancey-le-Long bei Besançon in Frankreich
† 24. August 1826 in Neapel in Italien

Kartenskizze Kartenskizze

Statue der Ordensgründerin im Petersdom im Vatikan

Statue der Ordensgründerin im Petersdom in Rom

Johanna-Antida schloss sich 1787 in Paris den Vinzentinerinnen an. Nach der Französischen Revolution musste sie den Orden verlassen, floh in die Schweiz und nach Österreich und ging dann wieder nach Hause in Sancey-le-Long. Dort wirkte sie in der Krankenpflege, als Katechetin und in pastoralen Diensten. 1799 gründete sie in Besançon die Kongregation der Sœurs de la Charité sous la protection de S. Vincent de Paul, die Töchter der Liebe unter der Schutzherrschaft von Vinzenz von Paul - auch Töchter der Liebe von Besançon oder Graue Nonnen genannt - mit caritativen Aufgaben und zur Erziehung von Mädchen.

1810 wurde Johanna-Antida nach Neapel gerufen, um dort die Ordensarbeit aufzubauen. Nun war sie v.a in Italien tätig. 1819 wurden die Ordensregeln päpstlich anerkannt. 1821 löste der Bischof von Besançon die französischen Klöster aus Johanna-Antidas Verband und erklärte sie zur eigenständigen Kongregation.

Johanna-Antidas Orden ist heute in Europa und Afrika tätig.

Kanonisation: Johanna-Antida wurde 1926 selig- und 1934 von Papst Pius XI. heiliggesprochen.

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Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996
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