Ökumenisches Heiligenlexikon

Johannes Angelus Porro
italienischer Name: Giovanni Angelo
auch: Giovannangelo

Gedenktag katholisch: 23. Oktober
im Servitenorden: 25. Oktober

Name bedeutet: J: Gott ist gnädig (hebr.)
der Engel (griech. - latein.)

Mönch, Priester
* um 1451 in Seveso oder in Barlassina bei Mailand in Italien
† 24. Oktober 1496 (oder 1505) in Mailand in Italien

Johannes Angelus aus der Adelsfamilie Porro, den feudalen Herrschern der Brianza - der Gegend nördlich von Mailand -, trat 1468, nach dem Tod seines Vaters, in Mailand in den Servitenorden ein. Er kam dann zum Studium nach Florenz, lebte dann als Oberer in der Ordenseinsiedelei bei Chianti, bis er 1475 als Oberer und Novizenmeister auf den Monte Senario berufen wurde. Um 1495 kehrte er als Prior nach Mailand zurück; er lebte dort in einer kleinen Insel des einsamen Lebens - einer Zelle, die ein Stück von den anderen abgelegen lag. Er wirkte als Reformer des Ordens, der die kontemplative Tradition erneuerte.

Erzählungen aus dem 17. Jahrhundert schildern, wie er sich um die religiöse Unterweisung der Kinder kümmerte: An allen Wochentagen verließ er seine Zelle und hielt sich nahe der Kirchentüre auf, wo die Kinder auf der Straße spielten; mit einer Glocke rief er sie zusammen und unterrichtete sie im Katechismus.

Altar mit Johannes Angelus' Glassarg in der Servitenkirche San Carlo al Corso in Mailand

Altar mit Johannes Angelus' Glassarg in der Servitenkirche San Carlo al Corso in Mailand

Johannes Angelus' fast unversehrten Reliquien werden in der Servitenkirche San Carlo al Corso in Mailand verehrt. Nach altem Brauch der Volksfrömmigkeit bringt man kranke Kinder zu seinem Altar, um die Genesung für sie zu erbitten. Auch Karl Borromäus erfuhr als Kind die Kraft seiner Fürsprache und verehrte ihn deshalb.

Kanonisation: Papst Clemens XII. sprach Johannes Angelus am 15. Juli 1737 selig.

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Quellen:
• http://www.serviten.de/heilige_des_ordens/liturg_kalender/johannes_angelus_porro.html
• http://www.santiebeati.it/dettaglio/91565
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996