Gedenktag katholisch: 23. Oktober
im Servitenorden: 25. Oktober
Name bedeutet: J: Gott ist gnädig (hebr.)
der Engel (griech. - latein.)
Johannes Angelus aus der Adelsfamilie Porro, den feudalen Herrschern der Brianza
- der Gegend nördlich von Mailand -,
trat 1468, nach dem Tod seines Vaters, in Mailand in den Servitenorden
ein. Er kam dann zum Studium nach Florenz,
lebte dann als Oberer in der Ordenseinsiedelei bei Chianti,
bis er 1475 als Oberer und Novizenmeister auf den Monte
Senario berufen wurde. Um 1495 kehrte er als Prior nach Mailand zurück;
er lebte dort in einer kleinen Insel des einsamen Lebens
- einer
Zelle, die ein Stück von den anderen abgelegen lag. Er wirkte als Reformer
des Ordens, der die kontemplative Tradition erneuerte.
Erzählungen aus dem 17. Jahrhundert schildern, wie er sich um die religiöse Unterweisung der Kinder kümmerte: An allen Wochentagen verließ er seine Zelle und hielt sich nahe der Kirchentüre auf, wo die Kinder auf der Straße spielten; mit einer Glocke rief er sie zusammen und unterrichtete sie im Katechismus.
Altar mit Johannes Angelus' Glassarg in der Servitenkirche San Carlo al Corso in Mailand

Johannes Angelus' fast unversehrten Reliquien werden in der Servitenkirche San Carlo al Corso in Mailand verehrt. Nach altem Brauch der Volksfrömmigkeit bringt man kranke Kinder zu seinem Altar, um die Genesung für sie zu erbitten. Auch Karl Borromäus erfuhr als Kind die Kraft seiner Fürsprache und verehrte ihn deshalb.
Kanonisation:
Papst Clemens XII. sprach Johannes Angelus am 15. Juli 1737 selig.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon - noch nicht online
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