Ökumenisches Heiligenlexikon

Carlo Steeb
Taufnamen: Johannes Heinrich Karl

Gedenktag katholisch: 15. Dezember
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Rottenburg

Name bedeutet: J: Gott ist gnädig (hebr.)
H: der reiche Schützer (althochdt.)
K: der Tüchtige (althochdt.)

Priester, Ordensgründer
* 18. Dezember 1773 in Tübingen in Baden-Württemberg
† 15. Dezember 1856 in Verona in Italien

Kartenskizze Kartenskizze

Johannes Heinrich Karl Steeb war Sohn eines vermögenenden Wollhändlers und Gastwirts. Er wurde evangelisch getauft, sein Vater stand dem Pietismus nahe. Nach der Ausbildung am Gymnasium kam er mit 16 Jahren nach Paris für eine Ausbildung als Kaufmann, mit 18 Jahren ging er nach Verona, um Handelspartner seines Vaters kennen zu lernen.

Durch die Begegnung mit dem Katholizismus konvertierte er nach nur fünf Monaten in Verona, zur katholischen Kirche, nannte sich nun Carlo und begann mit dem Studium der katholischen Theologie. 1796 wurde er in Verona zum Priester geweiht und kümmerte sich in einer Bruderschaft zunächst um Verletzte in den Lazaretten und als Seelsorger in den armen Vierteln der Stadt. Am bischöflichen Seminar lehrte er dann als Professor deutsche Sprache, als Erzieher war er an einem Mädchenkolleg tätig und er verfasste Denkschriften über schulische Fragen. 1840 gründete er zusammen mit Luigia Francesca - ihr Ordensnamen wurde Maria Vincenza - Poloni die Kongregation der Sorelle della misericordia di Verona, die Schwestern der Barmherzigkeit von Verona, die sich die Krankenpflege zur Aufgabe stellte, das Armenhaus und das Spital in Verona übernahm und 1848 die päpstliche Bestätigung erhielt.

Heute sind rund 1000 Schwestern der Barmherzigkeit in Europa, Angola und Brasilien tätig.

Kanonisation: Carlo Steeb wurde 1975 seliggesprochen.


Quellen:
• Messbuch. Für die Bistümer des deutschen Sprachgebietes. F. Pustet, Regensburg 1988
• Evang. Gemeindeblatt für Württemberg 45 / 2006
• http://www.sanktpetrus.de/Carlo_Steeb.html
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996
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