Ökumenisches Heiligenlexikon

Johannes Colombini
italienischer Name: Giovanni

Gedenktag katholisch: 31. Juli

Name bedeutet: Gott ist gnädig (hebr.)

Ordensgründer
* 1304 in Siena in Italien
† 31. Juli 1367 in Abbadia San Salvatore bei Acquapendente in Italien

Kartenskizze

Johannes Colombini war ein wohlhabender Kaufmann aus angesehener Patrizierfamilie, die auch an der Stadtregierung beteiligt war. Die Erlebnisse während der Pestepidemie von 1348, der politischen Stürme in Siena 1355, die Lektüre der Legende über Maria von Ägypten und das Leben von Katharina von Siena bewirkten ihn zur Änderung seines Lebens: er verschenkte seinen Besitz an Krankenhäuser und Klöster, löste seine Ehe auf und begann ein Leben mit Armut, Buße und Werken der Nächstenliebe. 1360 gründete er mit Männern aus seinem Freundeskreis die Kongregation der Jesuaten und 1367 den weiblichen Zweig, die Jesuatinnen.

Johannes verfasste die Lebensgeschichte seines geistigen Lehrers, des Kartäusers Pietro Petroni und wohl einige der Gebetsliturgien der Jesuaten. Erhalten sind auch zahlreiche Briefe.

Johannes' Grab war zunächst in der Benediktinerinnenabtei Santa Bonda in Siena. Reliquien liegen jetzt in der Kirche der Karmeliter in Siena. 1668 wurden die Gesellschaften durch Papst Clemens IX. aufgehoben.

Kanonisation: 1583 wurde der Kult für Giovanni Colombini bestätigt.

Catholic Encyclopedia

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Quellen:

• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996
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