Ökumenisches Heiligenlexikon

Johannes Dominici
italienischer Name: Giovanni Banchini / Banchetti

Gedenktag katholisch: 10. Juni
     nicht gebotener Gedenktag im Dominikanerorden
Name bedeutet: Gott ist gnädig (hebr.)
Ordensmann, Erzbischof von Ragusa, Kardinal
* 1356 (?) in Florenz in Italien
† 10. Juni 1419 in Buda, heute Stadtteil von Budapest in Ungarn
Kartenskizze
Kartenskizze
Kartenskizze

Johannes Dominici

Johannes Dominici   

Johannes wurde 1374 Dominikaner. Er war beeindruckt von Katharina von Siena und Raimund von Capua und entwickelte sich zu einem bedeutenden Volksprediger. Daneben trat er für Reformen in seinem Orden ein, er gründete selbst Klöster in Venedig und Fiesole.

In seinen Schriften wandte er sich gegen humanistische Strömungen und die Hochschätzung der klassischen Antike. Zur Askese schrieb er das Libro d'amor di carità, Buch über die Liebe zur Nächstenliebe, als pädagogische Werke Lucula noctis, nächtliches Glänzen und die Regola del governo di cura familiare, Regel über die Gestaltung der Familie. Im Abendländischen Schisma stand er auf der Seite des - rechtmäßigen - Papstes in Rom. 1408 wurde er durch Papst Gregor XII. zum Erzbischof von Ragusa - dem heutigen Dubrovnik - und zum Kardinal ernannt. Beim Konzil von Konstanz wirkte 1414 bis 1417 mit als Gesandter von Papst Gregor XII. und half zur Lösung des Schismas, indem er Gregors Abdankung durchführte. 1417 bis 1419 war er im Auftrag von Papst Martin V. zur Bekämpfung der Hussiten in Böhmen und Ungarn unterwegs, blieb aber erfolglos.

Kanonisation: Die kultische Verehrung Johannes' wurde 1832 genehmigt.

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Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996


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