Ökumenisches Heiligenlexikon

Johannes Klimakos
auch: Johannes Climax, Johannes Scholastikus, Johannes Sinaites

Gedenktag katholisch: 30. März

Gedenktag orthodox: 30. März
                                       vierter Sonntag der Fastenzeit

Name bedeutet: Gott ist gnädig (hebr.)

Abt des Katharinen-Klosters auf dem Sinai, Einsiedler
* um 570/579 in Palästina (?)
† um 650 auf dem Sinai in Ägypten

Kartenskizze Kartenskizze

Johannes lebte ab dem 16. Lebensjahr mit einer Gruppe von Einsiedlern auf dem Berg Horeb / Sinai, später als Einsiedler 40 Jahre lang in einer einsamen Höhle. Viele Mönche schlossen sich ihm an, Papst Gregor der Große erbat sein fürbittendes Gebet. Um 638 wurde er Abt des Katharinen-Klosters auf dem Sinai und Führer aller Einsiedler in Palästina, nach vier Jahren gab er die Leitung des Klosters an seinen Bruder ab, um wieder als Einsiedler zu leben.

In seinem berühmten Werk Klimax tou Paradeisou, die Leiter zum Paradies, beschrieb Johannes in 30 Sprossen (Kapiteln) - entsprechend den 30 Lebensjahren Christi - den Erwerb von Tugenden und die Bekämpfung der Laster als Weg zum Paradies und zur Freiheit von Leiden; das Werk, als Anleitung für Mönche geschrieben, steht in der Tradition der Lehren von Barsanuphios und == Dorotheus von Gaza; in der erstmaligen Erwähnung der Atemtechnik beim Jesusgebet bereitete er schon den Hesychasmus vor. Diese Schrift gab ihm seinen Beinamen.

Ikone: die Himmelsleiter nach Johannes

Ikone: die Himmelsleiter nach Johannes

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon


Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 5., Herder, Freiburg im Breisgau 1996
© www.heiligenlexikon.de