Ökumenisches Heiligenlexikon

Johannes Sarkander
tschechischer Name: Jan

Gedenktag katholisch: 17. März
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Graz-Seckau: 7. September

Name bedeutet: Gott ist gnädig (hebr.)

Priester, Märtyrer
* 20. Dezember 1576 in Skotschau in Schlesien, heute Skoczów in Polen
† 17. März 1620 in Olmütz in Mähren, heute Olomouc in Tschechien

Kartenskizze

Johannes studierte Philosophie bei den Jesuiten in Olomouc und in Prag; 1603 wurde er dort zum Doktor promoviert. 1606 brach er sein Theologiestudium in Graz ab, nachdem er eine Ehe eingegangen war. Nach dem Tod seiner Frau schon 1607 nahm er das Studium wieder auf und wurde 1609 Priester. Er wirkte dann - wie sein älterer Bruder Nikolaus - als Prediger für die Gegenreformation in Mähren und ab 1616 als Pfarrer in Holleschau - dem heutigen Holeov. Dort pflegte er enge Beziehungen zu Landeshauptmann Popel von Lobkowitz; bei einem Aufstand der Stände gegen Kaiser Ferdinand II. wurde Johannes von den Aufständischen gefangen genommen, gefoltert und vor ein Gericht gestellt. Er starb an den Folgen der Folter.

Johannes' Grab ist im Dom in Olomouc.

Kanonisation: Johannes wurde 1860 selig- und 1995 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen.
Patron des Beichtgeheimnisses

Catholic Encyclopedia

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon


Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996
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