Ökumenisches Heiligenlexikon

Johannes Sedasneli (von Zedaznia)

Gedenktag katholisch: 4. November
Gedenktag orthodox: 4. November
                                            7. Mai, 9. Mai
Name bedeutet: Gott ist gnädig (hebr.)
Mönch, Klostergründer
† um 580 auf dem Berg Saden bei Tiflis / / Tibilisi in Georgien
Kartenskizze Kartenskizze

Johannes gilt als der Anführer der 13 syrischen Väter der georgischen Kirche, die der Überlieferung nach im 6. Jahrhundert aus Syrien nach Georgien kamen, nachdem sie hierfür den Segen von Simeon Stylites dem Jüngeren empfangen hatten. Seinen Beiname Sedasneli hat er vom Berg Saden (Zaden) 15 km nördlich von Tiflis / Tibilisi gegenüber der Stadt Mtskheta, wo er gelebt habe.

Als Johannes' Schüler werden verehrt:
Schio Mgwimeli (von Mgvimo) (Fest am 9. Mai), der zunächst als Einsiedler in einer Höhle nordwestlich von Tiflis / Tibilisi lebte und dann, nachdem der Ruf seiner Heiligkeit und seine Wunder eine große Zahl von Schülern angezogen hatte, zahlreiche weitere Klöster gründete.
David von Garedscha, auch er erst Einsiedler in einer Höhle in der Gegend von Tiflis / Tibilisi und dann Klostergründer.
Antonius von Martkofi, Säulensteher;
Joseph, Archimandrit (Bischof) in Alawerdi (Alaverdia) (Fest am 15. September);
Stephan von Chrsk, Zenon von Icalta, Thaddäus von Stepansminia, Pyrrhus von Breta, Michael von Ulumbia, Isidor von Samtabia und der Diakon Elias, alle Gründer von Klöstern;
schließlich die beiden Bischöfe Jesse (Ise) von Zilkani (Fest am 2. Dezember) und Habib von Nekresi.

Georgien war im vom 5./6. bis ins 10. Jahrhundert ein Gebiet mit dem größtem Reichtum an monastischer Spiritualität: das Land war reichlich mit Klöstern bedeckt, welche von Fürsten wie von einfachen Gläubigen großzügig beschenkt wurden *. Als Vorkämpfer des georgischen Asketentums und Gründer eines großen Teils der Klöster galten dreizehn Mönche aus Syrien. Diese Überlieferung aus einem Bericht des 11. / 12. Jahrhunderts, der in die Lebensgeschichte von Schio Mgwimeli ** eingefügt ist, verdient kaum großes Vertrauen; sie bezeugt das Streben dieser Kloster, sich zu verbinden mit einer der Ältesten christlichen Kulturen, der von Antiochia - dem dem heutigen Antakya - und mit einem der meistverehrten Meister des östlichen Asketentums, Simeon Stylites dem Jüngeren.

Als die 13 Väter der georgischen Kirche werden die Genannten in der byzantinisch-slawischen Kirche verehrt.

* vgl P. Peeters: Histoires monastiques Géorgiennes, in: Analecta Bollandiana, XXXVI (1917), Seiten 5 - 317

** G. Sabinin (Hrg.): Sak'arthvelos Samothkhe, Tiflis 1882, Seite 224





Quellen:
• Bibliotheca Sanctorum, Vol VI, Istituto Giovanni XXIII nella Pontificia Università Lateranense, Roma 1965



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