Ökumenisches Heiligenlexikon

Johannes Soreth
französischer Name: Jean

Gedenktag katholisch: 25. Juli
gebotener Gedenktag im Orden der Karmeliten: 24. Juli
nicht gebotener Gedenktag im Orden der Unbeschuhten Karmeliten: 28. Juli

Name bedeutet: Gott ist gnädig (hebr.)

Priester, Generalprior
* 1394 bei Caën in Frankreich
† 25. Juli 1471 in Angers in Frankreich

Kartenskizze Kartenskizze

Jean Soreth

Jean Soreth

Der Karmelit Johannes studierte in Paris, wo er 1438 als Magister der Theologie abschloss. 1440 wurde er Ordensprovinzial für Frankeich, 1451 Generalprior des Ordens, den er reformierte. Nachdem Papst Nikolaus V. die Bulle Cum Nulla, Mit Keinem erließ, konnte auch ein Ordenszweig für Frauen und Laien eingerichtet werden. 1452 nahm Johannes in Geldern am Niederrhein die ersten Frauen in den Karmeliterorden auf und wurde damit der Gründer der Karmelitinnen.

Während der Plünderung von Lüttich (Liège) durch Karl den Kühnen 1467 sammelte Johannes der Überlieferung nach die über die Straße verstreuten Hostien eigenhändig wieder auf.

Kanonisation: Johannes wurde 1866 seliggesprochen.
Attribute: Hostien, Kelch

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon


Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Pater Klemens August Droste O.Carm., E-Mail vom 22. Juli 2011
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996
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