|
|
Johannes' Vater war Jude und zum Christentum konvertiert. Seine jüdische Abstammung war wohl der Grund, dass Johannes sein Jura-Studium aufgeben musste. Dann studierte er Theologie, wurde 1526 zum Priester geweiht, und ging nach Sevilla, um sich als Missionar für Lateinamerika vorzubereiten, aber Erzbischof Don Alonso de Manrique befiehlt ihm, in Sevilla zu bleiben und zu evangelisieren. Ab 1530 durchzog er als Missionar Andalusien. Seine Aufnahme in den Jesuitenorden scheiterte am Einspruch des andalusischen Jesuiten-Provinzials, wohl wieder wegen seiner jüdischen Abstammung. 1539 begann er mit der Gründung von dann insgesamt 15 Schulen, u.a. in Córdoba, Jerez de la Frontera, Zafra und Priego sowie einer Universität in Baeza. Dabei half ihm eine Gruppe von Priestern, die er in Córdoba zusammengeführt hatte.
1560 zog Johannes sich erschöpft und von Krankheit gezeichnet nach Montilla zurück. Er hinterließ zahlreiche Schriften, u.a. über die EucharistieEucharistie - von griechisch ευχαριστειν, "Dank sagen" - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen die Mahlfeier im Anschluss an 1. Kor 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von "Abendmahl" im Anschluss an Mark 14, 17 und 1. Kor 11, 23., und Reden über Maria.
Kanonisation:
Johannes wurde 1894 selig und 1970 heilig gesprochen.
Patron
des spanischen Klerus
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon