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Johannes' Vater war Jude und zum Christentum konvertiert. Seine jüdische Abstammung war wohl der Grund, dass Johannes sein 1513 begonnenes Jura-Studium aufgeben musste. Er studierte dann Theologie in Salamanca und Alcalá und wurde 1526 zum Priester geweiht. Er ging nach Sevilla, um sich als Missionar für Lateinamerika vorzubereiten, aber Erzbischof Don Alonso de Manrique befahl ihm, in Sevilla zu bleiben und zu evangelisieren. Ab 1530 durchzog er als Volksmissionar Andalusien. Seine Aufnahme in den Jesuitenorden scheiterte am Einspruch des andalusischen Jesuiten-Provinzials, wohl wieder wegen seiner jüdischen Abstammung. 1539 begann er zur Förderung des Priesternachwuchses mit der Gründung von dann insgesamt 15 Schulen, u.a. in Córdoba, Jerez de la Frontera, Zafra und Priego sowie einer Universität in Baeza. Dabei half ihm eine Gruppe von Priestern, die er in Córdoba zusammengeführt hatte, und wurde er unterstützt von vielen bedeutenden Menschen, die er seelsorgerlich betreute.
1560 zog Johannes sich erschöpft und von Krankheit gezeichnet nach Montilla zurück. Er hinterließ zahlreiche Schriften, u.a. über die EucharistieEucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23., und Reden über Maria.
Johannes wird als der Apostel von Andalusien
verehrt.
Kanonisation:
Johannes wurde 1894 selig- und 1970 heiliggesprochen.
Patron
des spanischen Klerus
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon