Ă–kumenisches Heiligenlexikon

Johannes von Dukla
polnischer Name: Jan

Gedenktag katholisch: 29. September
     in Polen: 1. Oktober
Name bedeutet: Gott ist gnädig (hebr.)
Ordensmann, Priester, Prediger
* 1414 in Dukla in Polen
† 29. September 1484 in Lemberg in Polen, heute L'viv in der Ukraine
Kartenskizze Kartenskizze

Johannes studierte der Überlieferung nach in Krakau und lebte dann einige Jahre lang als Einsiedler in den Wäldern um Dukla, um sich auf das Leben im Kloster vorzubereiten. Um 1437 trat er - wohl in Krosno - in den Franziskanerorden ein, wurde Oberer in den Klöstern von Krosno und L'viv. 1463 schloss er sich dem strengeren Ordenszweig der => Bernhardiner an, er wollte mehr in Ruhe und Zurückgezogenheit leben.

Andachtsbild

Andachtsbild   

Bekannt wurde Johannes als Volksprediger und als Beichtvater, er war ein groĂźer Verehrer der Maria. Weithin gerĂĽhmt wurde er ob seiner Heilkraft; eine Frau, die schon 10 Jahre lang blind war, soll durch ihn ihre Sehkraft wiedererhalten haben. Zum Ende seines Lebens verlor er selbst sein Augenlicht.

Nach seinem Tod wurde Johannes schon bald verehrt, galt vor allem den Mönchen als Vorbild und wurde von den Menschen in verschiedenen Nöten angerufen, zum Beispiel im Krieg. An Johannes' Grab wurde bald nach seinem Tod ein wundersames Licht gesehen; ein kranker Mönch mit schwerem Fieber wurde nach Johannes' Tod in desen Bett gelegt und sofort wieder gesund. Bis heute ist Johannes einer der am meisten verehrten Heiligen in Polen.

Im Jahr 1769 erschien Johannes der Maria Amelia im Traum und trug ihr auf, in dem Wald bei Dukla, wo er als Einsiedler gelebt hatte, eine Kapelle zu bauen; noch heute wird dieser Ort wegen seines heilkräftigen Wassers von Pilgern besucht. Johannes' Reliquien liegen heute in Dukla.

Kanonisation: Am 2. Januar 1735 wurde Johannes von Papst Clemens XII. seliggesprochen; das Verfahren zur Heiligsprechung wurde nach den polnischen Teilungen eingestellt und erst 1947 wieder aufgenommen, 1997 erfolgte die Kanonisation.
Attribute: Mönch im Habit, als Blinder, knieend vor Maria, mit Lilie
Patron von Polen und Litauen

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon


Quellen:
• Peter Czudek, E-Mail vom 26. Januar 2008
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996
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