Ökumenisches Heiligenlexikon

Johannes von Krakau
polnischer Name: Jan de Kęty
auch: Jan Kanty, Johannes Cantius

Gedenktag katholisch: 23. Dezember
     nicht gebotener Gedenktag
     in Mailand: 16. Dezember
     Todestag: 24. Dezember
Name bedeutet: Gott ist gnädig (hebr.)
Kanoniker, Pilger
* 23. Juni 1390 in Kęty in Polen
† 24. Dezember 1473 in Krakau in Polen
Kartenskizze

Johannes de Kęty studierte ab 1413 in Krakau. 1421 wurde er Rektor der Schule der Grabesritter in Miechów, ab 1429 lehrte er in Krakau, wobei er zweimal zum Dekan der Artistenfakultät gewählt wurde. 1443 legte er seinen Magister ab, wurde Professor an der theologischen Fakultät und war Kanoniker. Er pilgerte zu Fuß viermal nach Rom und einmal nach Jerusalem.

Die Leute verehrten Johannes ob seiner praktizierten Nächstenliebe schon zu Lebzeiten als Heiligen. Sein Grab fand er in der Universitätskirche in Krakau, seine Wohnung und seine Privatkapelle sind in der Universität erhalten, sein handschriftlicher Nachlass in der Universitätsbibliothek in Krakau und in der Bibliothek des Vatikan.

Altarbild in der Kirche der John-Cantius-Parish in Chicago: Johannes verteilt Almosen auf dem Marktplatz in Krakau, im Hintergrund die Marienkirche

Altarbild in der Kirche der John-Cantius-Parish in Chicago: Johannes verteilt Almosen auf dem Marktplatz in Krakau, im Hintergrund die Marienkirche   

Kanonisation: 1767 wurde Johannes heiliggesprochen.

Catholic Encyclopedia





Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996


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