Gedenktag Maronitenkirche: 2. März
Name bedeutet: Gott ist gnädig (hebr.)
Johannes lebte um 630 als Mönch im Kloster des == Maron, das zwischen Apamea - dem heutigen Qualaat Al Madiq in Syrien - und Antiochien - dem heutigen Antakya in der Türkei - lag. Durch seine Gelehrtheit gelangte er zu großem Ansehen, wurde zum Bischof und später zum ersten Patriarchen der Maronitenkirche gewählt. Die Maroniten verdanken ihm besonders die hierarchische Organisation ihrer Kirche sowie die autonome Verwaltung ihres Volkes, zuerst etwa ab 659 in der Ebene der Syria Secunda, ab etwa dem Jahr 675 auch in den Bergsiedlungen Phöniziens, dem heutigen Nord- und Zentrallibanon.
Im Jahr 659 gab es in Damaskus
vor dem Angesicht des Khalifen Moawia ein Streitgespräch zwischen den Bischöfen
der Maroniten und jenen der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochia, die dem
Monophysitismus anhängt, unter Leitung
von Theodor, dem Patriarchen von
Antiochia; letztere unterlagen und wurden zu einer Strafe verurteilt. Für diesen
Disput verfasste Johannes wohl die bis heute erhaltenen Fragen und Antworten gegen
die Monophysiten
.
Nach Johannes' Tod wurde er bestatet, sein Sarg bald schon nach Kfarhay bei Batrūn überführt. Sein Schädel kam später nach Italien. 1130 wurde er in eine neu gebaute und Yuhannan geweihte Kirche in Foligno überführt, von dort kam er 1194 in eine andere Kirche der Diözese. 1887 wurden diese und andere Reliquien de Bischof der Maronitenkirche zurückgegeben.
Die Maronitisch-Syrische Kirche von Antiochien unterstützte die Kreuzfahrer und ist seit 1182 mit der römisch-katholischen Kirche eng verbunden; seit 1445 ist sie offiziell uniert und anerkennt den Papst in Rom als Oberhaupt. Sie sieht sich durch das Patriarchat von Antiochia in apostolischer Sukzession.
Papst Benedikt XVI. hat im Jahr 2011 im Beisein des maronitischen Patriarchen Kardinal Nasrallah Sfeireine neue Statue von Johannes an der Außenwand des Petersdoms eingeweiht.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon