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Giovanni Scalcione war Sohn einer reichen und vornehmen frommen Familie. In jungen
Jahren verließ er seine Familie, um Gott zu suchen, und kam nach Tarent, wo er als
Schafhirt im berühmten Kloster der Basilianermönche auf der Insel San
Pietro lebte. Nach zweieinhalb Jahren verließ er das Kloster und wanderte
durch Kalabrien,
Sizilien
und Apulien,
bis er nach Ginosa
kam, wo er sich längere Zeit aufhielt. Als er aus politischen Gründen von dort fliehen musste, ging er
mit Wilhelm von Vercelli auf den
Monte Vergine
bei Avellino. Nach der Trennung von Wilhelm wirkte Giovanni sehr erfolgreich als Volksprediger
in Bari,
wurde aber vom erzbischof der Ketzerei angeklagt und ins Gefängnis gesteckt. Nach der Befreiung
1129 übernahm Giovanni das alte Kloster in Tomaiuolo
bei Foggia, gründete die Kongregation der "Pulsaneser" mit der Regel der Benediktiner
und nannte es Santa Maria di Pulsano
. Das neue Kloster hatte bald schon 50 Mönche und
wurde zu einer einflussreichen Abtei in Süditalien, mehrere Klöster für Mönche und Nonnen
gingen daraus hervor, der Papst bestätigte den Orden, dessen Leister Giovanni war.
Gemälde: Giovanni (links) mit Wilhelm von Vercelli,
1989, im Kloster auf dem Monte
Vergine ![]()
Im Jahr von Giovannis Tod breitete sich der Orden auch nach Dalmatien aus. Seine Reliquien wurden in sein Kloster in Tomaiuolo übertragen und in der Klosterkirche von Santa Maria in Pulsano verwahrt; 1830 wurden Reliquien auch in die Kathedrale nach Matera gebracht.
Kanonisation:
Papst Alexander III. sprach Giovanni 1177 heilig.
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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