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Fra Angelico: Fresco,
1237, im Kloster S. Marco in Florenz

Jordan studierte in Paris, 1218 schloss er als Magister artium ab. 1220 trat er dort in den Dominikanerorden ein. Der hochqualifizierte Jordan wurde schon 1221 Ordensprovinzial für die Lombardei und 1222 Generalminister als Nachfolger von Ordensgründer Dominikus. Jordan gilt als der eigentliche Organisator des Ordens. Durch intensive Seelsorgetätigkeit und Predigten in Universitätsstädten gewann er viele - angeblich weit über 1000 - Professoren und Studenten für den Orden, darunter auch Albertus Magnus; er sorgte dafür, dass die Dominikaner eine ausgezeichnete Ausbildung erhielten und prägte so die intellektuelle Qualität des Ordens.
Während seiner Zeit wuchs der junge Orden auf über 300 Konvente an, Jordan
behielt als Organisator dennoch den Überblick. Seine Redaktion der Konstitutionen
1228 festigte den Dominikanerorden.
Jordan setzte sich für eine nüchterne Frömmigkeit ein, denn zuviel Eifer könne
- auch im Guten - eher schaden. Mit Briefen, Abhandlungen und v.a. dem
Libellus principiis OP
, Büchlein über die Prinzipien des
Predigerordens
von 1233 / 35 gelang es ihm die geistliche Einheit zu
wahren. Er starb bei einem Schiffbruch auf der Rückkehr vom Heiligen Land,
wo er Ordensniederlassungen besucht hatte, und wurde in der Dominikanerkirche
in Akko
in Israel beigesetzt.
Jordans Schriften sind die wichtigste Quelle zum Wirken von Dominikus und zu den Anfängen des Dominikanerordens.
Kanonisation:
Jordan wurde 1826 seliggesprochen.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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