Ökumenisches Heiligenlexikon

Jordan von Sachsen

Gedenktag katholisch: 13. Februar
     gebotener Gedenktag im Dominikanerorden
Name bedeutet: der auf Erden Kühne (german. - althochdt.)
Ordensgeneral
* um 1200 auf dem Borgberg bei Osnabrück in Niedersachsen
† 13. Februar 1237 vor der Küste bei Akko in Israel
Kartenskizze

Kartenskizze

Kartenskizze

Jordan studierte in Paris, 1218 schloss er als Magister artium ab. 1220 trat er dort in den Dominikanerorden ein. Der hochqualifizierte Jordan wurde schon 1221 Ordensprovinzial für die Lombardei und 1222 Generalminister als Nachfolger von Ordensgründer Dominikus. Jordan gilt als der eigentliche Organisator des Ordens. Durch intensive Seelsorgetätigkeit und Predigten in Universitätsstädten gewann er viele - angeblich weit über 1000 - Professoren und Studenten für den Orden, darunter auch Albertus Magnus; er sorgte dafür, dass die Dominikaner eine ausgezeichnete Ausbildung erhielten und prägte so die intellektuelle Qualität des Ordens.

Während seiner Zeit wuchs der junge Orden auf über 300 Konvente an, Jordan behielt als Organisator dennoch den Überblick. Seine Redaktion der Konstitutionen 1228 festigte den Dominikanerorden. Jordan setzte sich für eine nüchterne Frömmigkeit ein, denn zuviel Eifer könne - auch im Guten - eher schaden. Mit Briefen, Abhandlungen und v.a. dem Libellus principiis OP, Büchlein über die Prinzipien des Predigerordens von 1233 / 35 gelang es ihm die geistliche Einheit zu wahren. Er starb bei einem Schiffbruch auf der Rückkehr vom Heiligen Land, wo er Ordensniederlassungen besucht hatte, und wurde in der Dominikanerkirche in Akko in Israel beigesetzt.

Jordans Schriften sind die wichtigste Quelle zum Wirken von Dominikus und zu den Anfängen des Dominikanerordens.

Kanonisation: Jordan wurde 1826 seliggesprochen.

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Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996


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