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Josef Freinademetz war Sohn einer vielköpfigen Bauernfamilie aus der Gruppe der Ladiner, einer romanischsprachigen, kleinen Minderheit in Südtirol. Er besuchte das Gymnasium, dann das Priesterseminar in Brixen und wurde dort 1875 zum Priester geweiht. 1878 schloss er sich der neuen Steyler Mission von Arnold Janssen an, in deren Auftrag er 1879 - zusammen mit Johann Baptist Anzer als die ersten Chinamissionare der Ordensgesellschaft - nach China ging, wo er zunächst in Hongkong die Sprache und Kultur Chinas studierte. Ab 1882 begründete er zusammen mit Johann Baptist Anzer unter größten Schwierigkeiten und persönlichen Entbehrungen die Missionsarbeit im Süden von Shantung / Shandong. Er war Wandermissionar, dann Administrator der Mission, schließlich ab 1900 Gesellschaftsoberer.
Josef sorgte besonders für den Ausbau von Katechismusschulen und richtete
Ausbildungsstätten für Katecheten ein, dazu errichtete er ein Priesterseminar.
Er wurde - nach seinen eigenen Worten - den Chinesen ein Chinese
und
identifizierte sich mit den ihm anvertrauten Menschen so, dass er sagen
konnte: Ich will auch im Himmel ein Chinese sein
.
Kanonisation:
Josef Freinademetz wurde 1975 seliggesprochen, auch die Heiligsprechung
erfolgte im Oktober 2003 zusammen mit der von Arnold
Janssen.
Eine
Website zum 150. Geburtstag des
Chinamissionars stellt verschiedene Informationen und weitere links bereit.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon