Gedenktag katholisch: 1. Januar
Name bedeutet: J: Gott hat hinzugefügt (hebr.)
M: der Beleibte/der Schöne
/ der Bittere/der von Gott Geliebte (aramäisch)
Josef Maria Tomasi stammte aus lokalem Adel, aus dem schon zahlreiche
als heilig geltende Personen hervorgegangen waren. Er verzichtete als
erstgeborener Sohn auf sein Erbe als Fürst von Lampedusa
und Herzog von Palma
und trat in Palermo
in den Theatinerorden ein. Nach seiner
Priesterweihe in Rom 1973 lebte er dort im Kloster S.
Silvestro al Quirinale. Als Gelehrter erforschte er erstmals wichtige
liturgische Werke der Kirchengeschichte, so das Sacramentarium Gelasianum
,
das nach Papst Gelasius I. benannte Messbuch aus dem 6. Jahrhundert, das
Missale Francorum
und das Missale Gallicanum Vetus
, die
Messbücher aus dem Frankenreich und aus Gallien. Er förderte eine aus
der Liturgie wachsende Spiritualität und gilt als Fürst unter den
Liturgikern seiner Zeit
. 1712 wurde er zum Kardinal ernannt.
Kanonisation:
Josef Maria Tomasi wurde 1803 selig- und 1986 von Papst Johannes
Paul II. heiliggesprochen.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon