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Juliana aus dem Adelsgeschlecht der Falconieri war wohl die Nichte von Alexius
Falconieri, einem der sieben Stifter des Servitenordens.
1284 schloss sie sich dem Orden an als eine der Frauen, die zwar in ihren
Privatwohnungen blieben, jedoch weitgehend das Ordensleben mit Teilnahme am
Gottesdienst, Chorgebet sowie Dienst an Armen und Bedürftigen übernahmen. Dazu
erhielten sie ein eigenes Kleid, welches ihnen den Namen Mantellatinnen
gab. Um 1304 entstand daraus die Ordensgemeinschaft der Serviten-Terziarschwestern
,
der Dienerinnen Mariä
, offiziell.
Krankenpflege und Erziehung der Jugend waren die Aufgaben des Ordens, der durch
Papst Martin V. bestätigt wurde.
Juliana führte ein strenges Bußleben und ein intensives Gebetsleben im marianischen Geist des Ordens. Als sie den Tod nahen spürte, wollte sie die EucharistieEucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23. empfangen, konnte aber die Hostie nicht mehr schlucken. Sie bat den Priester, die Hostie auf ihre Brust zu legen, woraufhin diese in ihr veschwand und Juliana verschied.
Julianas Gebeine ruhen in der Basilika Santissima Annunziata - der Klosterkirche der Serviten - in Florenz.
Kanonisation:
Julianas Heiligsprechung erfolgte 1737 durch Papst Clemens XII.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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