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Juliana verweigerte der Legende nach dem Sohn des Stadtpräfekten Eulogius von Nikomedia - dem heutigen Ízmit - die Ehe, wurde deshalb als Christin angeklagt, dann nackt ausgezogen, mit Ruten geschlagen, an den Haaren aufgehangen und - nachdem flüssiges Blei auf ihr Haupt gegossen wurde - gefesselt, schließlich in den Kerker geworfen. In Engelsgestalt erschien ihr der Teufel, aber sie hörte nur eine Stimme vom Himmel, erkannte, fesselte und schlug den Teufel mit den Ketten, die von ihr abfielen. Als man sie aus dem Kerker holte, zog sie den Gefesselten hinter sich her und warf ihn auf dem Marktplatz in die Latrine. Sie wurde nun aufs Rad gespannt, das ein Engel zerstörte, der sie heilte; daraufhin wurde sie in einen Kessel mit siedendem Blei gesetzt, blieb aber unbeschädigt; schließlich wurde sie enthauptet. Der Teufel erschien und musste fliehen, der Richter ertrank mit 30 Mann auf einer Meerfahrt.
Julianas Reliquien kamen zunächst nach Pozzuoli, von dort 568 wegen des Einfalls der Langobarden nach Cumae und 1207 nach Neapel. Dort ist ihre Verehrung seit dem 6. Jahrhundert durch Gregor „den Großen”bezeugt, ihr wurden dort mehrere Kirchen geweiht. Weitere Reliquien liegen in verschiedenen Städten in Italien und Spanien. Die Verehrung im Osten bezeugt das Monologion Basilius' II. Die Verehrung in Deutschland und den Niederlanden geht zurück auf ihre Erwähnung im Martyrologium von Beda.
Attribute:
den Teufel zu Füßen
Patronin
bei Entbindungen und Infektionskrankheiten
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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