|
|
Julianus war nach den um 850 entstandenen Bischofslisten von 301 bis 348 der erste Bischof von Cenomanis - dem heutigen Le Mans. Die Überlieferung setzt ihn schon ums Jahr 250 an, die Legende setzt ihn ins 1. Jahrhundert: demnach war er == Simon der Aussätzige, in dessen Haus Jesus eingekehrt ist (Matthäusevangelium 26, 6) und der dann einer der 70 Jünger Jesu geworden sei; Petrus habe ihn dann nach Cenomanis gesandt.
Eine Aufzeichnung erwähnt 616 eine Basilika über dem Grab von Julianus in Le
Pré.
Um 845 wurden seine Gebeine in die Kathedrale
von Le
Mans übertragen, seit 1158 ist diese Kirche nach ihm benannt. 1243 kamen
Reliquien auch nach Paderborn,
nachdem Julianus dort schon seit 1205 verehrt wurde. Die Verehrung breitete sich
auch nach England und Osteuropa aus. Legendarischen Lebensgeschichten entstanden
im 9. und 11. Jahrhundert. Das Martyrologium Romanum nennt ihn Märtyrer
.
Patron
der Winzer und Jongleure
Attribute:
als Bischof mit Buch
Bauernregel:
St. Julian zerbricht das Eis; bricht er es nicht, umarmt er es.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
|
Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren
Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen
Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
|
||||||||||||||||||||