Ökumenisches Heiligenlexikon

Julianus von Le Mans
französischer Name: Julien

Gedenktag katholisch: 27. Januar
     nicht gebotener Gedenktag im Bistum Paderborn
     in Le Mans und Paris: Übertragung der Gebeine: 25. Juli
Gedenktag orthodox: 27. Januar
                                            13. Juli
Name bedeutet: aus dem Geschlecht der Julier (latein.)
erster Bischof von Le Mans, Märtyrer (?)
† 348 (?) in Cenomanis, heute Le Mans in Frankreich
Kartenskizze

Julianus war nach den um 850 entstandenen Bischofslisten von 301 bis 348 der erste Bischof von Cenomanis - dem heutigen Le Mans. Die Überlieferung setzt ihn schon ums Jahr 250 an, die Legende setzt ihn ins 1. Jahrhundert: demnach war er == Simon der Aussätzige, in dessen Haus Jesus eingekehrt ist (Matthäusevangelium 26, 6) und der dann einer der 70 Jünger Jesu geworden sei; Petrus habe ihn dann nach Cenomanis gesandt.

Eine Aufzeichnung erwähnt 616 eine Basilika über dem Grab von Julianus in Le Pré. Um 845 wurden seine Gebeine in die Kathedrale von Le Mans übertragen, seit 1158 ist diese Kirche nach ihm benannt. 1243 kamen Reliquien auch nach Paderborn, nachdem Julianus dort schon seit 1205 verehrt wurde. Die Verehrung breitete sich auch nach England und Osteuropa aus. Legendarischen Lebensgeschichten entstanden im 9. und 11. Jahrhundert. Das Martyrologium Romanum nennt ihn Märtyrer.

Patron der Winzer und Jongleure
Attribute: als Bischof mit Buch
Bauernregel: St. Julian zerbricht das Eis; bricht er es nicht, umarmt er es.

Legenda Aurea: Julianus

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon





Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• http://www.bauernregeln.net/januar.html
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996


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