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Justina wurde der Überlieferung nach von Maximian - genannt Herculius -, dem Mitkaiser Diokletians, als christliche Jungfrau in Padua zum Tode verurteilt und von einem Soldaten unmittelbar danach, noch ehe der Henker kam, mit dem Schwert durchbohrt.
Über Justinas Grab in Padua errichtete der Prätorianer-Präfekt Opilio um 500 eine ihr geweihte Basilika; der Nachfolgebau verwahrt noch heute ihre Reliquien. Justina wurde Anfang des 6. Jahrhunderts auch ins Ambrosianische Messbuch aufgenommen. In der Darstellung der Jungfrauen im Apsismosaik in S. Apollinare in Ravenna aus der Mitte des 6. Jahrhunderts ist sie vertreten. Ihre Verehrung breitete sich auch nach Como und Venedig aus. Im 6. / 7. Jahrhundert entstand an ihrer Grabkirche eine Benediktinerabtei. Ums 11. Jahrhundert wurde Justinas Lebensgeschichte verfasst.
Die 1418 an ihrer Grabkirche in Padua gegründete benediktinische Reformkongregation S. Giustina förderte Justinas Verehrung. Der Sieg der Christen in der Seeschlacht von Lepanto (italienisch für Nafpaktos in Griechenland) 1571 geschah an ihrem Gedenktag, was die Verehrung zusätzlich beflügelte.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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