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Justus begleitete nach der Legende als zehnjähriger Junge seinen christlichen Vater auf der Suche nach einem Onkel, der noch im Kindesalter geraubt und als Sklave verkauft worden war. Sie fanden ihn in Amiens, befreiten ihn und flüchteten. Vater und Onkel versteckten sich auf der Heimreise in einer Höhle, doch Justus geriet in die Hände der Häscher des Rictiovarus, der als erbitterter Christenfeind Justus enthaupten ließ, weil dieser weder seinem Glauben entsagen noch den verborgenen Aufenthalt seiner Begleiter verraten wollte. Der Enthauptete nahm nach der Überlieferung sein Haupt und trug es zu seinem Vater.
Ein Teil seines Hauptes wird in Corvey als Reliquie aufbewahrt. Ein fast vollständig erhaltenes Haupt kam 1035 nach Flums bei St. Gallen; es sollte um 1036 ins Kloster nach Pfäfers gebracht werden, aber übernatürliche Kräfte sorgten dafür, dass es in Flums blieb, wo es lange in der ältesten Kirche der Gegend verehrt wurde, die schon 765 im Testament des Churer Bischofs genannt wurde. Inzwischen ist das Reliquiar im Schweizer Nationalmuseum in Zürich zu sehen, das Haupt von Justus - ohne Unterkiefer - ist komplett in Flums erhalten.
Statue in der St.-Justus-Kirche
in Flums ![]()
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
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