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1879 waren die ersten christlichen Missionare von Europa nach Uganda gekommen und konnten dort bald Erfolge aufweisen. Als König Mutes, der die Missionare unterstützt hatte, starb, wurde der junge König Mwanga sein Nachfolger. Er war dem christlichen Glauben anfangs zugetan, seine Beamten und Ratgeber aber lehnten das Christentum als eine Fremdreligion ab und hielten die europäischen Missionare für Spione. König Mwanga hörte auf sie; das erste katholische Opfer wurde am 15. November 1885 der 15 Jahre alte Page Yosefu Mukasa Balikuddembe, der den 18-jährigen König ob seines ausschweifenden Lebensstils, seiner Avancen gegenüber den männlichen Pagen und des Märtyrertodes des anglikanischen Bischofs James Hannington kritisierte.
Den Zorn des Königs erregte dann der 17-jährige Page Dionysius (Denis) Ssebuggwawo. Auf einer Jagd fragte ihn der König, ob es stimme, dass er anderen Jugendlichen Religionsunterricht erteile. Als Dionysius dies eingestand, bohrte der König ihm eine Lanze durch den Hals. Der Junge lag dann die ganze Nacht hindurch in seinem Blute, bis er am nächsten Morgen, dem 26. Mai 1886, enthauptet wurde. Mit ihm starben die christlichen Pagen Anderea Kaggwa und Ponsiano Ngondwee.
Am Abend dieses Tages erklärte König Mwangas öffentlich, er wolle alle, die
beten
, töten lassen. Als Karl Lwanga, der Anführer der königlichen Pagen, vom
Entschluss seines Königs hörte, versammelte er seine Kameraden zu einem langen
Nachtgebet, um sie auf die bevorstehenden Prüfungen vorzubereiten. Vier Jungen,
die noch im Glauben unterwiesen wurden, empfingen in aller Eile die Taufe. Am
nächsten Morgen berief der König eine Gerichtssitzung ein. Der König erklärte:
Diejenigen von Euch, die nicht beten, sollen an meiner Seite bleiben; die
anderen sollen sich gegenüber an der Schilfwand aufstellen
. Karl Lwanga schritt
als erster zur Wand, 15 andere folgten ihm nach. Sie bekannten sich zu ihrem
Glauben und wurden ins Gefängnis abgeführt. Zwei der Pagen wurden in den
folgenden Tagen den einhimischen Göttern geopfert:Athanasios
(Antanansio) Bazzekuketta wurde am 27. Mai in Nakivubo
in Stücke geschnitten, ebenso erging es an diesem Tag Matthias Kalemba (Mulumba,
Fortis) in Gamle Kampala;
mit ihnen starben zwei
Anglikaner.
Basilika für Karl Lwanga und seine Gefährten in Namugongo, erbaut nach dem Papst-Besuch von 1969, geweiht 1975
Die übrig Gebliebenen brachte man nach Namugongo, das 60 km von Kampala entfernt liegt. Dort wurden sie am 3. Juni in große Strohbündel eingebunden, auf einen hohen Scheiterhaufen gelegt und verbrannt. So starben mit Karl Lwanga Achileo Kiwanuka, Mukasa Adolofu Ludigo, Ambrosio Kibuuka, Anatoli Kiriggwajjo, Bruno Sserunkuuma, Gyaviira, Jakob (Yakobo) Buuzabalyawo, Kizito - mit 13 Jahren der jüngste, Lukka Baanabakintu, Mbaga Tuzinde, Mugagga und Mukasa Kiriwawanvu, dazu dreizehn anglikanische Angehörige des Königshofes.
Zu den Ugandischen Märtyrern gehören auch Gonzaga Gonza, der am 27. Mai 1886 in Lubowa enthauptet wurde,Nowa Mawaggali, der am 31. Mai in Mityana wilden Hunden vorgeworfen wurde, sowie Johannes Maria Muzeyi, der am 27. Januar 1887 in Mengo enthauptet wurde.
Reliquien von Karl Lwanga und seinen Gefährten in
der Basilika in St-Maurice
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Reliquien von Karl Lwanga und Gefährten werden in der Basilika in St-Maurice aufbewahrt.
Kanonisation:
Die dreizehn Pagen wurden 1920 von Papst Benedikt XV. selig gesprochen, ihre
Heiligsprechung erfolgte 1964 durch Papst Paul VI. Karl Lwanga wurde 1934 zum Patron der Jugend
Afrikas erklärt.
Patron
der Katholischen Aktion der Jugend Afrikas
komplette
Übersicht über die ugandischen Märtyrer
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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