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Carlo Melchiori war Bauernsohn, nach kurzer Ausbildung Schafhirt und später Bauer. Mit 17 Jahren entschied er sich für ein Leben im Zölibat, 1635 trat er ins Kapuzinerkloster San Francesco in Nazzano ein und legte ein Jahr später die Profess ab. Bis 1640 lebte er in verschiedenen Konventen, schließlich im Kloster S. Francesco a Ripa in Rom. Im Oktober 1648 wurde Carlo während einer Messe stigmatisiert mit den Wundmalen Christi. Trotz seiner Aufgaben als Gärtner, Koch, Pförtner, Almosensammler und Sakristan gelang es ihm, unermüdlich karitativ tätig zu sein. Trotz mangelhafter Lese- und Schreibkenntnisse verfasst er ein umfangreiches Werk mystischer Schriften. In einem Häretiker- und in einem Heiligsprechungsprozess trat er als Ratgeber auf. Der Überlieferung nach hat er die Pontifikate von Papst Alexander VII. sowie diejenigen der Päpste Clemens IX., X. und XI. vorausgesagt.
Bei Carlos Tode wurde die Stigmatisation entdeckt und von Ärzten als übernatürliche Wunde erkannt.
Kanonisation:
Am 22. Januar 1882 erfolgte Carlos Selig-, am 12. April 1959 die Heiligsprechung.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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