Gedenktag katholisch: 8. Januar
Gedenktag orthodox: 8. Januar
Name bedeutet: der Duldsame (griech.)
Karterios lebte zur Zeit von Kaiser Diocletian, war Priester und gründete eine kleine Schule für Christen. Als er in der Christenverfolgung angeklagt wurde, versteckte er sich zunächst, stellte sich dann auf Gottes Geheiß der Anklage, wurde ausgepeitscht, aufgehängt, ihm wurden die Finger- und Fußnägel ausgerissen, sein Körper wurde mit Nägeln durchbohrt, man setzte ihn auf einen glühenden Stuhl und warf ihn ins Gefängnis. Dort erschien ihm in der Nacht Christus, heilte und befreite ihn.
Viele Menschen, die ihn gesund und frei sahen, ließen sich taufen und wurden selbst geheilt. Deshalb wurde er wieder gefangen, mit Kerzen gebrannt, mit Schwefel und Teer übergossen, in kochendem Wasser getränkt, schließlich ins Feuer gestellt, aber er bleib wieder unverletzt und sang Hymnen zum Lobpreis Gottes. Ein Jude sah das und durchbohrte ihn mit seinem Speer, aber aus den Wunden floss Wasser und löschte das Feuer. Schließlich verblutete Karterios und errang so die Märtyrerkrone.
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon