Gedenktag katholisch: 26. September
nicht gebotener Gedenktag im Bistum München-Freising und Salzburg
Name bedeutet: der Schatzmeister (persisch)
Kaspar Stanggassinger war das zweite von 16 Kindern eines angesehenen Bauern und Kommunalpolitikers. 1890 begann er in Freising Theologie zu studieren, brach das Studium aber 1892 ab und trat in Gars am Inn dem damals in Deutschland verbotenen Redemptoristenorden bei. 1893 legte er in Dürrnberg - dem heutigen Bad Dürrnberg - bei Hallein die Profess ab, 1895 wurde er zum Priester geweiht. Er wollte Missionar werden, doch er musste als Erzieher im Knabenseminar des Ordens arbeiten. Nach der Wiederzulassung des Ordens in Deutschland zog das Internat 1899 nach Gars am Inn um; Kaspar Stanggassinger wurde zum Direktor ernannt, starb aber wenige Tage später an einer Blinddarmentzündung.
Als begnadetem Erzieher und Lehrer war für Stanggassinger die persönliche Zuwendung zu
seinen Schülern entscheidend wichtig. Nicht äußerlichte Frömmigkeit, sondern das unerschütterliche
Vertrauen auf die Gnade Gottes prägten seinen Glauben, der sich bemühte, im Alltag den
Willen Gottes umzusetzen. Man nannte ihn deshalb den Heiligen der kleinen Leute
.
Kirche
im Bergwerksort Bad Dürrnberg, wo Kaspar Stanggassinger seine Profess ablegte

Kanonisation:
Kaspar Stanggassinger wurde 1988 seliggesprochen.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon