Ökumenisches Heiligenlexikon

Kaspar Stanggassinger

Gedenktag katholisch: 26. September
nicht gebotener Gedenktag im Bistum München-Freising und Salzburg

Name bedeutet: der Schatzmeister (persisch)

Pater, Priester
* 12. Januar 1871 auf dem Unterkälberstein in Berchtesgaden in Bayern
† 26. Septmeber 1899 in Gars am Inn in Bayern

Kartenskizze


Kartenskizze

Kaspar Stanggassinger war das zweite von 16 Kindern eines angesehenen Bauern und Kommunalpolitikers. 1890 begann er in Freising Theologie zu studieren, brach das Studium aber 1892 ab und trat in Gars am Inn dem damals in Deutschland verbotenen Redemptoristenorden bei. 1893 legte er in Dürrnberg - dem heutigen Bad Dürrnberg - bei Hallein die Profess ab, 1895 wurde er zum Priester geweiht. Er wollte Missionar werden, doch er musste als Erzieher im Knabenseminar des Ordens arbeiten. Nach der Wiederzulassung des Ordens in Deutschland zog das Internat 1899 nach Gars am Inn um; Kaspar Stanggassinger wurde zum Direktor ernannt, starb aber wenige Tage später an einer Blinddarmentzündung.

Als begnadetem Erzieher und Lehrer war für Stanggassinger die persönliche Zuwendung zu seinen Schülern entscheidend wichtig. Nicht äußerlichte Frömmigkeit, sondern das unerschütterliche Vertrauen auf die Gnade Gottes prägten seinen Glauben, der sich bemühte, im Alltag den Willen Gottes umzusetzen. Man nannte ihn deshalb den Heiligen der kleinen Leute.

Kirche im Bergwerksort Bad Dürrnberg, wo Kaspar Stanggassinger seine Profess ablegte

Kirche im Bergwerksort Bad Dürrnberg, wo Kaspar Stanggassinger seine Profess ablegte

Kanonisation: Kaspar Stanggassinger wurde 1988 seliggesprochen.

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon


Quellen:
• Ferdinand Holböck: Die neuen Heiligen der katholischen Kirche, Band 3. Christiana, Stein am Rhein 1994
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996
• Otto Weiß. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. X, Herzberg 1995
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