Gedenktag katholisch: 28. Dezember
Name bedeutet: der Schatzmeister (persisch)
Statue im Sanguinisten
-Kloster in Albano

Gaspares Vater war Koch bei einer Fürstenfamilie, die Mutter erzog den kränklichen Jungen, der schon als Kind viel Zeit in Kirchen zubrachte. Er wollte dann Missionar werden, empfing die niederen Weihen und begann, in Kirchen und auf Plätzen in Rom zu predigen; die kleinen Leute waren von seiner einfachen und klaren Sprache begeistert.
1808 empfing Gaspare die Priesterweihe, kurz darauf besetzte Napoleon die Stadt Rom und forderte von ihren Priestern einen Treueeid, den Gaspare verweigerte, wofür er vier Jahre lang in Bologna, Imola und auf Korsika im Gefängnis war. Nach der Befreiung von Napoleon wollte Kaspar nun endlich als Missionar seinem Vorbild Franz Xaver nacheifern, er wurde jedoch mit der Volksmission in Italien betraut.
Am Tag der Himmelfahrt Maria 1815
gründete Gaspare del Bufalo im alten Kloster
San Felice nahe Giano in Umbrien zusammen mit drei Gefährten den Orden der Missionare vom kostbaren
Blut
, nach dem Stifter auch Bufalini
oder nach dem italienischen Wort für
Blut auch Sanguinisten
genannt. Die Ordensmitglieder übernahmen Aufgaben in
Volksmission, Seelsorge und Unterricht, sie hielten Exerzitien ab und
befruchteten die Erneuerung kirchlicher Praxis in Italien wesentlich. 1837
gründete Gaspare zusammen mit Maria
de Mattias auch die Schwestern von der Anbetung des Kostbaren Blutes
. Der
Männerorden wurde 1841, der weibliche Zweig 1855 bestätigt.
Das Kloster San Felice
bei Giano, aus dem 12. Jahrhundert, in dem Gaspare del Bufalo seinen Orden gründete

Gaspares Freund und Beichtvater Vinzenz Pallotti stand ihm in der Sterbestunde bei, bestattet wurde er in Albano bei Rom. An seinem Grab ereigneten sich zahlreiche Wunder.
Kanonisation:
Die Seligsprechung erfolgte 1905, die Heiligsprechung 1954.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
Der heilige Gaspare del Bufalo war ein wahrhaftiger und ganz großer Apostel der Verehrung des allerheiligsten Blutes Jesu für diese Welt.
Statue am Kloster San Felice
bei Giano 
Liegefigur in der Kirche S. Maria in Trivio in Rom