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Ökumenisches Heiligenlexikon

Katharina von Bologna

italienischer Name: Caterina
Familienname: Vigri oder Nigri oder Negri

Gedenktag katholisch: 9. März
gebotener Gedenktag im Erzbistum Bologna
gebotener Gedenktag bei den Franziskaner-Klarissen: 9. Mai

Name bedeutet: die Reine (griech.)

Äbtissin in Bologna, Mystikerin
* 8. September 1413 in Bologna in Italien
† 9. März 1463 daselbst


Titel von Giacomo Grassetti SJ: Vita di Caterina da Bologna, Bologna, Clemente Maria Saffi, 1724

Titel von Giacomo Grassetti SJ: Vita di Caterina da Bologna, Bologna, Clemente Maria Saffi, 1724

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Katharina Vigri, Tochter eines adeligen Edelmannes, wurde am Hof von Margarete von Este in Ferrara erzogen, wo sie eine humanistische Bildung erhielt. Im Alter von etwa zehn Jahren wurde sie Hofdame. 1426 zog sie sich nach der Heirat ihrer Gönnerin zurück und trat in Ferrara in eine seit 1406 bestehende Frauengemeinschaft ein. Nachdem diese durch den Tod der Gründerin in eine Krise geriet und sich auflöste, gründete Katharina 1431 in Ferrara das Klarissenkloster Corpus Domini, Leib des Herrn. Dort übernahm sie auch einfache Arbeiten und wirkte als Novizenmeisterin. Sie verarbeitete ihre mystischen Erfahrungen in dem 1438 verfassten Werk Le sette armi spirituali, Die sieben geistlichen Waffen, das 1470 in Bologna gedruckt wurde. Auch als Miniaturenmalerin und Dichterin lateinischer und italienischer Hymnen wurde sie bekannt. 1456 wurde sie beauftragt ein Klarissenkloster in Bologna zu gründen und wurde dessen erste Äbtissin. Unter ihrer Leitung wurde das Kloster zu einem intellektuellen und spirituellen Zentrum in Norditalien. Sie starb nach schwerer Krankheit.

Katharinas Leichnam soll nach ihrem Tod auf wundervolle Weise jugendlich frisch, lieblich duftend und unverwest geblieben sein. Der unversehrte Körper wird in der Klarissenkirche in Bologna gezeigt. Sie sitzt dort auf einem Stuhl wie eine Lebende.

Kanonisation: Die Seligsprechung Katharinas erfolgte 1592 durch Papst Clemens VIII., die Heiligsprechung am 22. Mai 1712 durch Papst Clemens XI.

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Catholic Encyclopedia




Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 18.11.2014
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2000
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996
• Jürgen Seidel. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. III, Herzberg 1992
• http://www.santiebeati.it/dettaglio/31550