|
|
Johannes Rosenrod: Birgitta
wird von ihrem Kind entbunden, Fresko, 1437, in der Tensta-Kirche beim heutigen
Brogården
in Uppland in Schweden 
Katharina wurde als viertes Kind von Ulf Gudmarsson und der Birgitta von Schweden geboren. Sie vermählte sich 1345 mit dem Adligen Eggard Lydersson von Kyren, lebte aber mit ihrem Mann in jungfräulicher Ehe. 1349 begleitete sie ihre Mutter auf einer Pilgerfahrt nach Rom, wo diese für ihren neugegründeten Orden werben wollte; in Rom erhielt sie die Nachricht vom Tod ihres Mannes und blieb von da an treue Begleiterin ihrer Mutter, folgte ihr auch in die klösterliche Berufung und blieb mit ihr bis zu deren Tod 1373 in Rom.
Im Rom der damaligen Zeit herrschte sittlicher Verfall im Klerus bis hinauf zum Papst, Machtmissbrauch und Bürgerkrieg; im Petersdom weideten Ziegen und Schafen das Gras, das zwischen zerborstenen Bodenplatten bis zum Altar wuchs. Birgitta musste ihre schöne Tochter einschließen, um sie vor Entführung und Vergewaltigung zu bewahren. Diese Zustände weckten in den Frauen einen unerbittlichen Reformwillen. Als Katharina eine Wallfahrt unternahm, weil ein vornehmer Mann sie mit Gewalt zur Ehe zwingen wollte, erschien ein Hirsch und verhinderte, dass der Mann sie ergreifen konnte.
Mit ihrer Mutter unternahm Katharina 1372 eine Pilgerfahrt ins Heilige Land; Birgitta starb kurz nach der Rückkehr. Katharina realisierte nun deren Pläne und Visionen, überführte 1374 die Gebeine ihrer Mutter nach Vadstena und betrieb im Auftrag des schwedischen Königshauses in Rom die Heiligsprechung der Birgitta. 1374 wurde Katharina Äbtissin des Klosters Vadstena, in das ihre Mutter ihr ehemaliges Gut umgewandelt hatte. 1375 ging sie noch einmal nach Rom zurück, um die Rechtslage des Ordens abzusichern; 1378 bekam sie von Papst Urban VI. die Bestätigung der von ihrer Mutter erstellten Regel des => Birgittinerinnenordens. Sie starb in ihrem Kloster und wurde dort beigesetzt.
ehemaliges Nonnenkloster Vadstena heute
1484 wurde Katharinas Verehrung von Papst Innozenz VIII. erlaubt. 1489 wurden ihre Gebeine erhoben und feierlich beigesetzt. Nach der Reformation verlor sich die Verehrung.
Patronin
gegen Fehl- und Frühgeburten, Überschwemmungen
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
|
Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren
Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen
Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
|
||||||||||||||||||||