Ökumenisches Heiligenlexikon

Kerkyra

Gedenktag orthodox: 28. April
Name bedeutet: der Kutter, das Schnellschiff (griech. - semitisch)
Märtyrerin
† 63 auf Korfu in Griechenland

Kerkyra, die 15-jährige Tochter des Statthalters Kerkyllinos von Korfu, sah, wie die Sieben Diebe nach ihrem Bekenntnis zum Christentum in Halseisen vorgeführt wurden. Daraufhin bekannte auch sie sich zu Christus und verschenkte Perlen und Gold an die Armen. Ihr Vater ließ sie deshalb ins Gefängnis werfen und blutig schlagen, was sie als ihre Taufe in ihrem eigenen Blut ansah. Darauf schickte ihr Vater den Verbrecher Murinus zu ihr, um sie zur Abkehr zu bewegen - sie aber rettete Murinus vor einem bedrohlichen Bären und bekehrte ihn. Nun sollte Kerkyra zusammen mit dem Bären verbrannt werden, aber auch nach drei Tagen im Feuer wurde Kerkyra von den Soldaten unverletzt aufgefunden, deshalb schließlich mit Pfeilschüssen und Steinwürfen getötet.

Nach Kerkyras Tod wollte der Herrscher alle Christen der Insel vernichten. Unter ihnen wurden Zeno (Zinon), Eusebius, Neon und Vitalis lebendig verbrannt.





Quellen:
• Albrecht Berger: Kerkyllinos und Kerkyra oder: Wie Korfu christlich wurde. In: Sofia Kotzabassi und Giannis Mavromatis (Hg.): Realia Byzantina, Walter de Gruyter, Berlin 2009
• http://ocafs.oca.org/FeastSaintsViewer.asp?FSID=101217


W3C