Colum Cille,
Taube der Kirche
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Kolumban, der dem königlichen Geschlecht der O'Neill entstammte, erhielt
eine gute Ausbildunf und wurde KlerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat.
Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien.
und Mönch. Er war Gründer zahlreicher klösterlicher Gemeinschaften in Irland
- darunter das in Derry
-, zudem war er Künstler, Dichter, reisender Sänger, genannt Columcille
,
Taube der Kirche
. 563 ging er um Christi
willen in die Fremde
: auf der Insel Hy / Iona
an der südwestlichen Küste Schottlands, wo er mit zwölf Gefährten landete,
gründete er ein Zentrum für gelehrte Studien, das zum Stützpunkt der Bekehrung
der Pikten in Schottland und der Angelsachsen in Northumbrien
wurde. Von Norden kommend, vervollständigte er so Britanniens Christianisierung.
Kolumban fährt auf die Insel Iona.
Englische Briefmarke von 1997 zum 1400. Jahr der Christianisierung Englands

Grund des für andere zum Vorbild gewordenen und als Peregrinatio propter
Christum
zum Fachbegriff
gewordenen Aufbruchs in die Fremde zur Mission waren für Kolumban wohl Konflikte mit seiner
Familie; dennoch blieb er in Verbindung mit seiner Heimat und zum Königshaus
Dál Riad, was seine Mission unter den Edlen der Pikten erleichterte. Die von
ihm gegründeten Klöster bildeten mit den irischen Kllöstern einen Verband, der
für das irische und frühe englische Mönchsleben entscheidenden Einfluss ausübte.
Kolumban war geistreich, witzig, großzügig, irisch temperamentvoll, von heiterer Toleranz gegen die heidnische Umwelt geprägt. Seine theologischen Werke sind in ihrer Echtheit höchst umstritte. Seine künstlerische Arbeit als Kalligraph und Illuminator ist in alten Psalmenbüchern erhalten. Seine besondere Naturverbundenheit und Tierliebe wird in Legenden geschildert. Nach keltischen Legenden pflegte er zudem einen kranken Kranich, da sein Glaube ihn verpflichtete, sich der Schwachen anzunehmen. Doch er verwandelte auch eine Königin, die sich gegen ihn stellte, als Strafe in einen solchen Vogel. Verse, Abschreiben der heiligen Bücher, leuchtende Visionen und Krankenheilungen werden ihm zugeschrieben. Er starb der Überlieferung nach in seiner Kirche kurz vor Beginn der Frühmesse.
Im Mittelalter wurde Kolumban in ganz Europa verehrt. In Irland gibt es bis heute in seinem Namen einen Wettersegen.
Attribute:
als Benediktinermönch - obwohl er nicht
dem Orden angehörte
Patron
der irischen Dichter; gegen Feuergefahr, Blitz, Ratten- und Mäuseplage
Adamnan
verfasste um 700 die Biografie von Kolumban; diese gibt es in englischer Sprache
online: Life
of St. Columba
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
Reliquiar von Monymusk, in dem Reliquien von Kolumban aufbewahrt werden, gefertigt wohl im 8. Jahrhundert in Iona, heute im Museum of Scotland in Edinburgh