Gedenktag katholisch: 12. Dezember
Name bedeutet: der tapfere Berater (althochdt.)
Franziskanerkirche
in Ascoli Piceno, erbaut ab 1258 
Konrad trat im Alter von 14 Jahren im kurz zuvor gegründeten Kloster von
Ascoli
Piceno dem Franziskanerorden bei.
Dem Armutsideal von Franziskus
entsprechend tat er freudig die niedrigen Arbeiten und wurde der zweite
Franziskus
genannt. Nach einiger Zeit im Kloster in Forano
ging er 1265 nach Assisi zu den Brüdern an der Geburtsstätte des Ordens in
der Kirche Portiuncula - der heutigen Kirche Santa
Maria degli Angeli -, dann nach La
Verna an den Ort der Stigmatisierung von Franziskus. Dort lebte er im neu
entstandenen Kloster als eines der radikalsten Vorbilder das Ideal der Armut. Schließlich
kam er nach Rivotorto.
Konrad erlebte Ekstasen und war ein eifriger Bußprediger. Enge Freundschaft
verband ihm mit Leo, dem ständigen Gefährten von Franziskus,
was ihn zu einem Zeugen der Ursprünge macht. Sein Eintreten für das Leben
der Franziskanern als arme Eremiten
war dennoch nicht einfach nur radikal; als er sich vor Ordensgeneral Johannes
von Murro rechtfertigen musste, entstend sogar Freundschaft zwischen beiden.
Die Ursprünge zu bewahren blieb ihm wichtiges Anliegen, deshalb genoss er bei
den Spiritualen
, den die Tradition treu bewahrendenFranziskanern, hohes
Ansehen. Der Vatikan - nach dem Amtsverzicht
von Papst Coelestin V. vertreten
durch Johannes Olivi - bat Konrad deshalb 1295, die drohende Spaltung von
Orden und Kirche verhindern zu helfen.
Konrads Leichnam wurde 1320 in den Dom von Perugia entführt, dort wird er im Oratorium des Bernhardin neben der Franziskanerkirche verehrt.
Kanonisation:
Die Approbation wurde 1817 erteilt.